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Jehovas Zeugen

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ERWACHET! NOVEMBER 2012

Wissen, was zählt

Wissen, was zählt

Einmal am Tag gemeinsam essen: Wann wäre in meiner kleinen Familie die beste Zeit dafür?

„Ich war immer nur müde und fragte mich ständig, wie ich alles unter einen Hut bringen sollte: die Arbeit, die Kinder, die Versammlung, den Haushalt, von Ausruhen gar nicht zu reden“ (YOKO, JAPAN)

Was es schwer macht:

„Das Schwierigste ist, dass man als Mutter nicht nur arbeiten gehen muss, sondern auch noch für alles andere verantwortlich ist“, meint Miranda, die zwei Söhne hat. „Die Kinder brauchen etwas zum Essen, zum Anziehen, Aufmerksamkeit, Zuneigung, Anleitung . . . Und all das muss man ohne die Hilfe eines Ehepartners stemmen.“

Wie es leichter wird:

Gut ist eine Analyse: „Was ist für mich und meine Kinder wirklich wichtig?“ Das hat dann im Alltag Priorität.

Entscheidend ist, sich konsequent daran zu halten und den Zeit- und Haushaltsplan entsprechend anzupassen. Zur Verdeutlichung: Eine wichtige Priorität ist die Gesundheit der Kinder. Darum: Lieber sein schwer verdientes Geld in eine ausgewogene Ernährung stecken als später in eine medizinische Behandlung. Oder Stichwort Einkauf: Eine Liste schützt vor Spontankäufen. „Ich koche lieber selbst“, erzählt Roberto, ein vierfacher Vater in den USA. „Ich musste aber lernen, weniger auf Wünsche zu achten, sondern mehr auf das, was wirklich nötig war, und zwar ganz speziell für den jeweiligen Tag.“

Lieber sein schwer verdientes Geld in eine ausgewogene Ernährung stecken als später in eine medizinische Behandlung

Ein anderer Tipp ist: Entrümpeln. Sich von allem trennen, was man so gut wie nie verwendet (Bücher, Kleidung, Krimskrams). Eine alleinerziehende Mutter schreibt: „Je mehr Sachen, desto mehr Stress. Schließlich muss man das ja alles sauber und in Schuss halten. Wer sein Leben entrümpelt, lebt einfacher.“

Damit der Haushalt nicht im Chaos versinkt, müssen Kinder lernen, jeden Abend aufzuräumen. Durch solche Hausregeln bringt man ihnen bei, sich für ihr Zimmer und sogar für die Wohnung verantwortlich zu fühlen. Das eigene gute Beispiel erspart einem da sicher manches Wort.

Auch wenn man viel um die Ohren hat, eins bleibt ein Muss: Sich Zeit für die Kinder nehmen. Es ist nicht genug, ihnen nur ab und zu die volle Aufmerksamkeit zu schenken. Kinder brauchen von ihren Eltern einfach so viel Zeit und Aufmerksamkeit wie möglich (5. Mose 6:7).

Bewährt hat sich auch, wenigstens einmal am Tag gemeinsam zu essen, und das in netter Atmosphäre. Colette aus Frankreich hat das mit ihren drei Kindern immer abends gemacht: „Da waren wir dann alle zu Hause und haben uns die Zeit genommen, über alles Mögliche zu reden, unsere Gefühle, Jehova, einfach alles. Diese Momente waren und sind bis heute für unsere kleine Familie etwas ganz Besonderes.“