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Jehovas Zeugen

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ERWACHET! OKTOBER 2012

Den Kampf gegen Übergewicht gewinnen

Den Kampf gegen Übergewicht gewinnen

NACH Angaben des US-Ministeriums für Gesundheit und Sozialwesen hat sich „die Zahl übergewichtiger Jugendlicher von 1980 bis 2002 verdreifacht und die der Kinder unter 13 mehr als verdoppelt“. Übergewicht kann sich langfristig schädlich auswirken: Juvenile Adipositas * kann zu Bluthochdruck, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedenen Arten von Krebs führen.

Wenn Kinder und Jugendliche übergewichtig sind, spielen oft mehrere Faktoren eine Rolle: eine sitzende Lebensweise, auf junge Leute abzielende Werbekampagnen und ungesunde Nahrung, die überall und günstig zu erhalten ist. „Übergewicht in der Kindheit ist die Folge von zu viel Kalorien und zu wenig Bewegung“ (U.S. Centers for Disease Control).

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind gut beraten, ihre Essgewohnheiten unter die Lupe zu nehmen. Schon ein paar einfache Maßnahmen können viel bewirken. Nehmen wir das Beispiel eines jungen Mannes namens Mark. Er änderte sein Essverhalten und merkte, dass es ihm daraufhin gesundheitlich viel besser ging und er sich auch gut fühlte. „Früher war ich süchtig nach Junkfood“, gibt Mark zu. Erwachet! unterhielt sich mit ihm, um herauszufinden, was er unternommen hat.

Seit wann hast du das Problem?

Es fing an, als ich die Schule abgeschlossen hatte. Damals ging ich häufig essen. In der Nähe meines Arbeitsplatzes gab es zwei Schnellrestaurants. Fast jeden Mittag aß ich dort. Das war viel einfacher, als mir selbst etwas zuzubereiten.

Wie war es, als du von zu Hause ausgezogen bist?

Von da an ging es mit meinen Essgewohnheiten bergab. Ich konnte nicht kochen und hatte nicht viel Geld. Doch mein Lieblingsrestaurant war nur 2 Blocks entfernt. Dort zu essen schien das Einfachste und Billigste zu sein. Ich aß nicht nur das Falsche, sondern auch viel zu viel. Mit einem Standardmenü war ich  nicht zufrieden. Ich bestellte mehr Pommes, einen größeren Softdrink und einen zusätzlichen Hamburger — die größte Portion, die ich mir leisten konnte.

Was brachte denn die Wende?

Als ich Anfang 20 war, dachte ich mehr über meine Gesundheit nach. Ich hatte Übergewicht, fühlte mich ständig schlapp und es fehlte mir an Selbstvertrauen. Mir war klar, dass es so nicht weitergehen konnte.

Wie hast du dein Essverhalten in den Griff bekommen?

Das ging nur ganz allmählich. Als Erstes aß ich weniger. Ich sagte mir: „Das ist nicht meine letzte Mahlzeit; ich kann immer wieder essen.“ Manchmal musste ich buchstäblich vom Tisch weggehen. Doch danach fühlte ich mich richtig gut. Ich hatte einen Sieg errungen.

Waren auch drastische Änderungen nötig?

Ja, einiges habe ich völlig aufgegeben. Ich trinke keine Softdrinks mehr, sondern nur noch Wasser. Das war nicht leicht. Ich liebte Softdrinks und verabscheute Wasser. Nach einem Glas Wasser trank ich deshalb einen Schluck Saft, um einen anderen Geschmack zu haben. Doch mit der Zeit schmeckte mir Wasser immer besser.

Was hast du noch unternommen?

Ich ernährte mich gesünder. Zum Beispiel aß ich mehr Obst — Äpfel, Bananen, Erdbeeren, Blaubeeren, Himbeeren und Melonen. Und auch magere Eiweißkost, wie Hähnchen und Thunfisch. Nach und nach schmeckte mir das richtig gut. Mein Hauptgericht besteht zum größten Teil aus Gemüse. Gesunde Snacks zwischendurch helfen mir, bei den Mahlzeiten nicht so viel zu essen. Irgendwann hatte ich dann kein Verlangen mehr nach Junkfood.

Isst du gar nicht mehr auswärts?

Doch, gelegentlich schon, aber ich achte darauf, wie viel ich esse. Wenn die Portion zu groß ist, lasse ich mir vor dem Essen die Hälfte einpacken. Dann esse ich nicht zu viel und habe ein gutes Gewissen, weil ich nichts auf dem Teller lasse.

Was hat dir die Umstellung gebracht?

Ich habe abgenommen, bin fitter und fühle mich besser. Doch das Beste von allem ist, dass ich Gott, meinen Lebengeber, ehre, wenn ich auf meine Gesundheit achte (Psalm 36:9). Ich dachte immer, gesund zu leben ist langweilig. Aber jetzt, wo ich angefangen habe vernünftig zu essen, würde ich um keinen Preis wieder damit aufhören. *

^ Abs. 2 Mit dem Ausdruck „juvenile Adipositas“ ist bedenkliches Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen gemeint. Bei 70 Prozent der jungen Leute mit Übergewicht rechnet man damit, dass sie auch als Erwachsene übergewichtig sind.

^ Abs. 20 Erwachet! empfiehlt keine spezielle Diät. Jeder sollte sorgfältig abwägen, wofür er sich entscheidet, und einen Arzt zurate ziehen. Vorsicht bei riskanten Modediäten!