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Jehovas Zeugen

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ERWACHET! DEZEMBER 2011

Was empfindet Gott für Tiere?

Was empfindet Gott für Tiere?

 Was sagt die Bibel?

Was empfindet Gott für Tiere?

DIE Tierwelt ist in großer Gefahr. Nach Ansicht etlicher Wissenschaftler sterben viele Tierarten schneller aus als befürchtet. Der Mensch greift immer drastischer in den Lebensraum der Tiere ein. Ganz zu schweigen von grausamer Massentierhaltung, brutalen Tierkämpfen und skrupellosen Personen, die ihre Haustiere einfach aussetzen.

Manche denken, diese Zustände seien nun mal der Preis des Fortschritts. Hat Gott sich das wirklich so vorgestellt? Hat er die Tierwelt nach ihrer Erschaffung einfach der Willkür der Menschen überlassen? Was beweist, dass Gott die Tiere nicht gleichgültig sind?

Ein guter Anfang

Nachdem Gott die Fische, Vögel und Landtiere erschaffen hatte, war er zufrieden. Die Bibel sagt an dieser Stelle: „Gott sah dann, dass es gut war“ (1. Mose 1:21, 25). Er kümmerte sich liebevoll um alle seine Geschöpfe, vom kleinsten bis zum größten. Gott erschuf sie nicht nur „instinktiv weise“, sondern sorgte auch dafür, dass sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum entfalten konnten. Treffend formulierte ein Bibelschreiber: „Sie alle — auf dich harren sie, damit du ihnen ihre Speise gibst zur rechten Zeit. Was du ihnen gibst, lesen sie auf. Du öffnest deine Hand — sie werden mit guten Dingen gesättigt“ (Sprüche 30:24; Psalm 104:24, 25, 27, 28).

Bekanntlich setzte Gott Adam, den ersten Menschen, über die Tiere. Warum? Tiere wurden weder mit einem Intellekt ausgestattet, noch mit geistig-religiösen Fähigkeiten (2. Petrus 2:12; Judas 19). Adam dagegen war den Tieren überlegen, denn er wurde „im Bilde Gottes“ geschaffen. Er hatte das Potenzial, die Eigenschaften seines Schöpfers, Jehova, nachzuahmen (1. Mose 1:27; Psalm 83:18). Allerdings bekam der Mensch nicht einfach freie Hand, über die Tiere zu herrschen, ohne dabei den Willen ihres Schöpfers zu beachten.

Ein Beispiel: Dass Adam den Tieren Namen geben durfte, war nicht selbstverständlich. Das ging nur, weil Jehova die Initiative ergriff und sie zu ihm brachte, „um zu sehen, wie er jedes nennen würde“ (1. Mose 2:19). Wollte der Mensch also gut für die Tiere sorgen, benötigte er Gottes Anleitung.

Gott kümmert sich sehr wohl um sie

Leider wandte sich Adam von seinem Schöpfer ab — mit verheerenden Folgen für die Menschheit und alles Leben auf der Erde. Trotz dieser Entwicklung machte der Schöpfer immer wieder deutlich, wie Tiere behandelt werden sollten. Mit der Zeit erlaubte er zwar, Tiere beispielsweise zu Nahrungszwecken zu erlegen oder zu halten, aber das war kein Freibrief für Grausamkeiten. Die Bibel stellt fest: „Ein guter Mensch sorgt für seine Tiere, der Gottlose aber behandelt sie grausam“ (Sprüche 12:10, Hoffnung für alle).

Im alten Israel sorgte Gott sogar für Gesetze, die dem Wohl der Tiere dienten. Das Sabbatgebot, das einen wöchentlichen Ruhetag vorschrieb, kam ausdrücklich auch den Tieren der Israeliten zugute, die sich dann ebenfalls ausruhen konnten (2. Mose 23:12). An diesem heiligen Tag war zwar jegliche Arbeit verboten, doch wenn ein Tier in Not geriet, musste ihm natürlich geholfen werden (Lukas 14:5). Außerdem ordnete Gott an, Tieren bei der Arbeit weder das Futter vorzuenthalten noch sie über ihre Kräfte zu belasten (2. Mose 23:5; 5. Mose 25:4). Und das Verbot, einen Stier und einen Esel in dasselbe Joch zu spannen, beugte Verletzungen  der Tiere vor (5. Mose 22:10). Wie man sieht, verlangt die Bibel eindeutig, Tiere anständig, respektvoll und mitfühlend zu behandeln.

Auch wenn viele Menschen zuallererst an sich selbst denken und keinen Gedanken an Tiere verschwenden — Gott ist mitfühlend und achtet auf sie. Als beispielsweise der Prophet Jona sehr ungehalten reagierte, weil die Bewohner Ninives bereuten und nicht wie angekündigt von Gott vernichtet wurden, stellte Jehova klar: „Sollte es mir meinerseits nicht leidtun um Ninive, die große Stadt, in der mehr als einhundertzwanzigtausend Menschen am Dasein sind, die nicht einmal den Unterschied zwischen ihrer Rechten und ihrer Linken kennen, dazu viele Haustiere?“ (Jona 4:11). Dem Schöpfer taten sogar die Tiere leid!

Gott bewahrt seine Schöpfung

Offensichtlich lässt es Gott also nicht unberührt, wie Tiere behandelt werden. Wie Jesus einmal sagte, nimmt sein Vater sogar von jedem kleinen Sperling Notiz, der aus dem Nest fällt (Matthäus 10:29). So gut die Absichten vieler auch sein mögen — sie verstehen oft kaum, wie sich ihr Handeln auf die Umwelt auswirkt. Will der Mensch vermeiden, dass die Tierwelt durch seinen Einfluss Schaden nimmt, muss er dazulernen und umdenken.

Erfreulicherweise gibt die Bibel einen Ausblick auf die Zeit, wenn „die Erde bestimmt erfüllt sein wird mit der Erkenntnis Jehovas“ (Jesaja 11:9). Unter Gottes Königreich werden Menschen, die dann leben und auf Gott hören, alles lernen, was sie wissen müssen, um sich richtig um die Erde und die Tierwelt zu kümmern. Der Schöpfer wird auch dafür sorgen, dass zwischen Mensch und Tier Frieden herrscht und es auf der Erde wieder so aussieht, wie er es von Anfang an im Sinn hatte.

Wie vollständig diese Veränderung sein wird, beschreibt die Bibel mit den anschaulichen Worten: „Der Wolf wird tatsächlich eine Zeit lang bei dem männlichen Lamm weilen, und der Leopard wird bei dem Böckchen lagern, und das Kalb und der mähnige junge Löwe und das wohlgenährte Tier, alle beieinander; und ein noch kleiner Knabe wird sie führen. Und die Kuh und der Bär, sie werden weiden; zusammen werden ihre Jungen lagern. Und selbst der Löwe wird Stroh fressen so wie der Stier. Und der Säugling wird gewiss auf dem Loch der Kobra spielen; und auf die Lichtöffnung einer giftigen Schlange wird ein entwöhntes Kind tatsächlich seine Hand legen“ (Jesaja 11:6-8). Lässt diese herrliche Aussicht uns nicht aufatmen?

FRAGEN ZUM NACHDENKEN

● Berührt es Gott, wie Tiere behandelt werden? (Sprüche 12:10; Matthäus 10:29)

● Ist echter Frieden zwischen Mensch und Tier möglich? (Jesaja 11:6-9)

[Herausgestellter Text auf Seite 11]

Rücksicht auf die Tierwelt erfordert ein Umdenken

[Bildnachweis auf Seite 11]

La Voz de Galicia/Fotógrafo: Víctor Mejuto