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Jehovas Zeugen

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Erwachet!  |  Juni 2011

 Junge Leute fragen

Wie kann ich beim ersten Eindruck punkten?

Wie kann ich beim ersten Eindruck punkten?

„Dieses Vorstellungsgespräch läuft einfach super! Mein zukünftiger Chef ist bestimmt total beeindruckt, wie relaxed ich bin; ich habe ihn gleich geduzt — ganz locker halt. Den Job kriege ich hundertpro!“

„Ist das wirklich derselbe junge Mann, der diese tolle Bewerbung geschickt hat? Der eignet sich ja absolut nicht! Wenn er sich jetzt schon so aufführt, wie verhält er sich dann erst später?“

Schau dir das Bild an und lies, was in den Gedankenblasen steht. Warum meinst du, dass der Bewerber einen schlechten Eindruck macht?

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Antworten unten

1. Sein Outfit ist zu leger für ein Vorstellungsgespräch. 2. Sein Umgang mit dem Arbeitgeber (er duzt ihn) ist zu vertraulich. 3. Seine Körpersprache ist nicht respektvoll.

 DU PROBIERST ein fremdes Gericht zum allerersten Mal. Wie lange brauchst du, um festzustellen, ob es dir schmeckt? Oft reicht schon ein Bissen und du weißt, ob du es je wieder essen wirst oder ob du sogar diese Portion stehen lässt.

Ungefähr so ist es auch beim ersten Kontakt mit einer fremden Person. In nur wenigen Sekunden bildest du dir eine Meinung über sie. Das Ernüchternde ist jedoch: Genauso schnell macht sich auch dein Gegenüber ein Bild von dir.

Bewirbst du dich gerade um eine Arbeitsstelle? Suchst du einen Freund oder einen Ehepartner? Egal in welchem Bereich: Der erste Eindruck kann eine Menge ausmachen. Worauf kommt es dabei an? Hier drei einfache Regeln, die dir helfen können, die entscheidenden Sekunden besser zu meistern.

1. Dein Aussehen

Es mag zwar nicht ganz fair sein, aber nicht selten beurteilen dich andere nach dem, was ihnen als Erstes auffällt — dein Aussehen. Doch genau das wird leider oft vernachlässigt. Clarissa *, eine junge Frau, empfindet es so: „Willst du heutzutage ausgehen, fragst du dich, wie die Leute im Restaurant wohl aufkreuzen werden . . . ob sie in Gala oder gleich im Pyjama kommen.“

Natürlich sollte dein Outfit zum Anlass passen. Man würde zum Vorstellungsgespräch ja auch nicht dasselbe tragen wie am Strand! Manchmal weiß man aber einfach nicht, was angebracht ist. Was dann? Die Faustregel lautet: Sei vernünftig und meide Extreme; im Zweifel also eher konservativ — das heißt viel Stoff, wenig Haut.

WICHTIG: Dein Outfit ist wie ein Etikett, das eine Menge über dich aussagen kann: wer du bist und wie du denkst.

„Leuten, die sich auf Partys schrill kleiden, gehe ich lieber aus dem Weg. Zwar weiß ich bis dahin nicht viel über sie — eigentlich nur, wie sie aussehen —, aber das spricht nicht gerade für sie“ (Diane).

Grundsatz der Bibel: Sei immer „ordentlich gekleidet“. So zeigst du, dass du bescheiden und vernünftig bist (1. Timotheus 2:9, Berger/Nord).

Selbsttest: Bin ich immer ordentlich gekleidet, oder laufe ich eher ungepflegt herum? Erkennt mein zukünftiger Chef oder jemand, den ich gerade kennenlerne, an meinem Outfit, dass ich vernünftig bin und nicht die Aufmerksamkeit auf mich lenken will?

Vorschlag: Lass dich doch mal von einem Freund beraten, von dem du denkst, dass er in puncto Kleidung einen guten Geschmack hat.

 2. Deine Worte

Was du sagst verrät, wie du bist: eingebildet oder locker, unkompliziert oder verkrampft. Willst du bei jemandem, den du näher kennenlernen möchtest, gleich einen guten Eindruck machen, dann achte darauf, wie du wirkst. Valerie sagt: „Es macht mich wahnsinnig, wenn ein Junge ständig nur von sich erzählt! Dann gibt es die Jungs, die gleich alles, aber auch alles über dich wissen wollen. Das ist so was von aufdringlich, dass man am liebsten weglaufen würde.“

WICHTIG: Deine Worte sind wie ein Fenster, durch das andere einen Einblick in deine Persönlichkeit bekommen können. Es wäre doch schön, wenn sie den richtigen Eindruck von dir haben.

„Ich mag es, wenn sich ein Junge ganz natürlich gibt. Der erste Eindruck spielt dabei eine wichtige Rolle. Will er mich durch das, was er sagt, nur beeindrucken, dann kann er es gleich bleiben lassen“ (Selena).

Grundsatz der Bibel: „Wer zu viel redet, wird garantiert etwas Falsches sagen — also sei klug und überleg dir gut, was du sagst“ (Sprüche 10:19, Contemporary English Version [CEV]).

Selbsttest: Verletze ich andere manchmal mit meiner Art oder stoße ich sie vor den Kopf? Wie schaffe ich es, weder zu viel noch zu wenig zu reden?

Vorschlag: Kennst du Leute, die anscheinend problemlos nette Gespräche führen können? Wie bekommen sie das so gut hin? Vielleicht kannst du dir ja einiges abgucken.

3. Dein Auftreten

„Taten sagen mehr als Worte“, heißt ein bekanntes Sprichwort. Gute Manieren und Höflichkeit sagen viel über dich aus: Andere fühlen sich von dir respektiert. Solche Umgangsformen machen dich attraktiver — besonders für jemand, der sich für dich interessiert. „Respekt zeigt sich bereits in Kleinigkeiten, zum Beispiel wenn man die Tür aufhält“, sagt Carrie. „Das gehört sich einfach so!“

WICHTIG: Deine Manieren sind wie eine Reklametafel: Man sieht sie und folgert daraus, was für ein Mensch du bist (Sprüche 20:11). Macht dein Auftreten „Reklame“ für dich?

„Ich denke, es ist sehr wichtig, ein guter Zuhörer zu sein, und man zeigt, dass man gute Manieren hat, wenn man sein Gegenüber nicht unnötig unterbricht“ (Natalia).

Grundsatz der Bibel: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest“ (Lukas 6:31, CEV).

Selbsttest: Habe ich Manieren? Merkt man, dass mir etwas an anderen liegt? Bin ich zuverlässig? Bin ich pünktlich?

Vorschlag: Hast du einen Termin, dann kalkuliere für den Weg mindestens zehn Minuten mehr ein. Sollte nämlich etwas dazwischenkommen, bist du trotzdem pünktlich. Wäre es nicht schade, wenn du den Eindruck erwecken würdest, dass du immer zu spät kommst?

Und denk bitte daran: Einen guten ersten Eindruck zu machen bedeutet nicht, ein guter Schauspieler zu sein; damit würdest du nur etwas vortäuschen (Psalm 26:4). Im Gegenteil: Weißt du erst einmal, wie du wirken willst, kannst du an den entsprechenden Eigenschaften arbeiten. Dann strahlst du sie auch ganz natürlich aus (Kolosser 3:9, 10). Du hast es selbst in der Hand, welchen Ruf du hast. Es lohnt sich also, auf dein Aussehen, auf deine Worte und dein Auftreten zu achten. So wirst du garantiert von Anfang an einen guten Eindruck machen.

^ Abs. 15 Einige Namen wurden geändert.