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Jehovas Zeugen

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ERWACHET! NOVEMBER 2007

 Warum man der Bibel vertrauen kann

1. Geschichtliche Genauigkeit

1. Geschichtliche Genauigkeit

Würde man einem Buch trauen, das nachweislich Ungenauigkeiten enthält? Angenommen, in einem neuen Geschichtsbuch würde der Zweite Weltkrieg ins 19. Jahrhundert datiert oder der Präsident der Vereinigten Staaten als König bezeichnet. Würde das nicht die Glaubwürdigkeit des ganzen Buches infrage stellen?

BISHER hat niemand stichhaltig bewiesen, dass die Bibel geschichtlich ungenau ist. Sie berichtet von realen Personen und historischen Begebenheiten.

Personen.

Bibelkritiker bezweifelten einst die Existenz von Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter von Judäa, der Jesus zur Hinrichtung auslieferte (Matthäus 27:1-26). Eine 1961 in der Hafenstadt Cäsarea aufgefundene Steininschrift beweist, dass Pilatus tatsächlich Herrscher von Judäa war.

Vor 1993 gab es keinen außerbiblischen Beweis für die Historizität Davids, des mutigen Hirtenjungen und späteren Königs von Israel. In jenem Jahr legten Archäologen jedoch in Nordisrael einen Basaltblock frei, der ins 9. Jahrhundert v. u. Z. datiert wird und auf dem die Worte „Haus Davids“ und „König von Israel“ zu lesen sind.

Ereignisse.

Noch vor einiger Zeit hielten viele Fachleute den biblischen Bericht über die Schlacht zwischen Edom und Israel zur Zeit Davids für zweifelhaft (2. Samuel 8:13, 14). Edom sei damals ein einfaches Hirtenvolk gewesen, das erst viel später die nötige Organisation und Schlagkraft entwickelt habe, um Israel gefährlich zu werden. Neuere Ausgrabungen lassen jedoch darauf schließen, dass „Edom Jahrhunderte früher [als bisher vermutet] ein komplexes Gemeinwesen war, wie dies aus der Bibel hervorgeht“, so die Zeitschrift Biblical Archaeology Review.

Richtige Titel.

Während der rund 1 600-jährigen Entstehungsgeschichte der Bibel betraten zahlreiche Herrscher die Weltbühne. Wenn in der Heiligen Schrift ein Herrscher erwähnt wird, dann immer mit dem richtigen Titel. Herodes Antipas beispielsweise wird korrekt als „Bezirksherrscher“ bezeichnet und Gallio als „Prokonsul“ (Lukas 3:1; Apostelgeschichte 18:12). In Esra 5:6 wird Tattenai erwähnt, der Statthalter der persischen Provinz „jenseits des STROMES“ oder des Euphrats. Auf einer Münze aus dem 4. Jahrhundert v. u. Z. ist eine ähnliche Formulierung zu finden; dort wird der persische Statthalter Mazaeus als Herrscher der Provinz „jenseits des Stromes“ bezeichnet.

Genauigkeit in vermeintlich unbedeutenden Details ist keineswegs belanglos. Wenn die Bibelschreiber schon in solchen Einzelheiten zuverlässig sind, sollte man dann nicht dem ganzen Bibelbericht vertrauen?