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Jehovas Zeugen

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Erwachet!  |  Nr. 4 2017

 WAS SAGT DIE BIBEL?

Versuchungen

Versuchungen

Versuchungen nachzugeben kann schlimme Folgen haben: Gewissensbisse, Gesundheitsprobleme, vielleicht sogar eine zerrüttete Ehe. Aber ist man Versuchungen hilflos ausgeliefert?

Was ist eine Versuchung?

Eine Versuchung ist der starke Wunsch, etwas zu tun, das aus moralischer Sicht meist verkehrt ist. Ein Beispiel: Beim Einkaufen schießt einem der Gedanke durch den Sinn, man könnte etwas einfach mitnehmen, ohne es zu bezahlen. Aber das Gewissen sagt Nein. Deswegen verwirft man den Gedanken wieder und geht weiter. So hat man der Versuchung erfolgreich widerstanden.

WAS DIE BIBEL SAGT

 

Der Wunsch, etwas Verkehrtes zu tun, macht jemanden noch nicht zu einem schlechten Menschen. Die Bibel sagt, dass jeder mit Versuchungen zu kämpfen hat (1. Korinther 10:13). Entscheidend ist, wie man auf Versuchungen reagiert. Wer gedanklich bei seinen falschen Wünschen verweilt, wird der Versuchung irgendwann nachgeben. Man kann sie allerdings auch sofort zurückweisen.

„Jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Begierde fortgezogen und gelockt wird“ (Jakobus 1:14)

Warum ist es gut, bei Versuchungen entschieden zu handeln?

Die Bibel macht in Jakobus 1:15 klar, was zu einem falschen Verhalten führt: „Wenn . . . die Begierde befruchtet ist, gebiert sie Sünde.“ Einfach ausgedrückt: Wenn man immer wieder über falsche Wünsche nachdenkt, wird man sie irgendwann in die Tat umsetzen. Man ist falschen Wünschen allerdings nicht hilflos ausgeliefert.

WIE DIE BIBEL HILFT

 

So wie man falsche Wünsche fördern kann, kann man sie auch zurückweisen. Wie? Die Bibel empfiehlt, sich bewusst auf etwas anderes zu konzentrieren. Man könnte sich irgendeine Beschäftigung suchen, mit einem Freund reden oder über etwas Positives nachdenken (Philipper 4:8). Es kann auch helfen, über die Folgen einer Tat nachzudenken — wie sie sich emotional, körperlich oder auf das Verhältnis zu Gott auswirkt (5. Mose 32:29). Das Gebet ist ebenfalls eine große Hilfe. Jesus Christus sagte: „Betet unablässig, damit ihr nicht in Versuchung geratet“ (Matthäus 26:41).

„Lasst euch nicht irreführen: Gott lässt sich nicht verspotten. Denn was immer ein Mensch sät, das wird er auch ernten“ (Galater 6:7)

 Wie kann man sich vor Versuchungen schützen?

FAKT IST

 

Versuchungen sind im Grunde genommen nichts anderes als Köder, die meist unachtsame oder naive Menschen in eine Falle locken (Jakobus 1:14, Fußnote). Das gilt besonders für Versuchungen auf sexuellem Gebiet, die oft verheerende Folgen haben (Sprüche 7:22, 23).

WIE DIE BIBEL HILFT

 

Jesus Christus sagte: „Wenn nun dein rechtes Auge dich straucheln macht, so reiß es aus und wirf es von dir weg“ (Matthäus 5:29). Natürlich meinte Jesus das nicht buchstäblich. Was wollte er dann damit sagen? Wer Gott gefallen und ewig leben möchte, muss falsche Begierden schon im Keim ersticken (Kolosser 3:5). Das bedeutet oft, eine Versuchung ganz entschieden zurückzuweisen. Ein treuer Bibelschreiber sagte in einem Gebet: „Lass meine Augen an dem vorübergehen, was zu sehen wertlos ist“ (Psalm 119:37).

Sich selbst zu beherrschen ist natürlich nicht immer leicht. Schon die Bibel sagt: „Das Fleisch ist schwach“ (Matthäus 26:41). Es wird also vorkommen, dass man Fehler macht. Doch wer seine Fehler bereut und alles daransetzt, sie nicht zu wiederholen, kann sich sicher sein, dass Gott ihm vergeben wird. Die Bibel sagt: „Jehova ist barmherzig und gnädig“ (Psalm 103:8). Und das zu wissen ist ein wirklich beruhigender Gedanke!

„Wären Vergehungen das, worauf du achtest, o Jah, o Jehova, wer könnte bestehen?“ (Psalm 130:3)