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Jehovas Zeugen

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ERWACHET! NR. 1 2017

 UNSERE FAMILIENSEITEN | EHE

Wertschätzung zeigen

Wertschätzung zeigen

DAS PROBLEM

Für eine glückliche Ehe ist es unerlässlich, dass sich beide Partner ihre Wertschätzung zeigen. Leider sehen viele Männer und Frauen irgendwann nicht mehr die guten Seiten des anderen und bringen erst recht keine Anerkennung dafür zum Ausdruck. In dem Buch Emotional Infidelity (Emotionale Untreue) beschreibt ein Eheberater, was er oft erlebt: „Die Paare, die vor mir sitzen, sehen viel eher das, was nicht gut läuft, als das, was gut läuft. Sie sitzen da und erzählen mir, was sich ändern muss, aber nicht, was so bleiben soll. Alle diese Paare machen denselben Fehler: Sie bringen ihre Liebe zueinander nicht durch Worte oder Gesten der Wertschätzung zum Ausdruck.“

Wie vermeidet man diesen Fehler?

WAS MAN WISSEN SOLLTE

Wertschätzung zeigen reduziert Spannungen. Wenn sich beide Partner bemühen, die guten Seiten des anderen zu sehen und das auch zu zeigen, verbessert das in der Regel die Partnerschaft. Fühlen sich beide geschätzt, können selbst starke Spannungen entschärft werden.

Für Frauen. „Viele Frauen übersehen schnell, wie stark sich Männer unter Druck fühlen, für die Familie sorgen zu müssen“, heißt es in dem zuvor erwähnten Buch. Das trifft oft auch dann zu, wenn beide Partner Geld verdienen.

Für Männer. Männer unterschätzen oft, wie viel Frauen für die Familie tun, ob Hausarbeit, Kindererziehung oder Geldverdienen. Fiona * ist seit drei Jahren verheiratet. Sie sagt: „Jeder macht Fehler. Wenn mir das passiert, mache ich mir immer Vorwürfe. Aber wenn mich mein Mann dann für etwas lobt, zum Beispiel für die Hausarbeit, wird mir wieder bewusst, dass er mich trotz meiner Schwächen liebt. Das gibt mir das Gefühl, dass er hinter mir steht, und mir geht es wieder besser.“

Hat ein Partner allerdings das Gefühl, der andere würde ihn und alles, was er tut, für selbstverständlich nehmen, kann das die Ehe stark belasten. Valerie sagt: „Wenn du dich von deinem Partner nicht geschätzt fühlst, passiert es ganz schnell, dass du dich zu jemandem hingezogen fühlst, der dir dieses Gefühl gibt.“

 WAS MAN TUN KANN

Aufmerksam sein. Man könnte eine Woche lang bewusst auf die positiven Seiten des Partners achten und darauf, was er tut, damit es zu Hause gut läuft. Hat man manches davon vielleicht gar nicht mehr wahrgenommen? Vorschlag: Am Ende der Woche zwei Listen erstellen mit 1. Charakterzügen, die man an seinem Partner schätzt, und 2. Dingen, die er für die Familie getan hat (Bibeltipp: Philipper 4:8).

Warum ist es so wichtig, aufmerksam zu sein? „Ist man ein paar Jahre verheiratet, kann es schnell passieren, dass man seinen Partner für selbstverständlich nimmt“, sagt Erika. „Man nimmt nicht mehr wahr, was er alles Gutes tut, und konzentriert sich immer mehr auf das, was er nicht macht.“

Wie ist das bei einem selbst? Angenommen, der Mann repariert etwas in der Wohnung oder am Haus: Tue ich mich als Frau schwer damit, ihm dafür zu danken, weil ich das als seine Pflicht ansehe? Oder: Die Frau leistet viel bei der Kindererziehung. Halte ich als Ehemann ein Lob für überflüssig, weil es ja ihre Aufgabe ist? Man könnte sich vornehmen, ganz bewusst auf alle Anstrengungen — ob groß oder klein — zu achten, die der Partner zum Wohl der Familie unternimmt, und dafür seine Dankbarkeit zu zeigen (Bibeltipp: Römer 12:10).

Nicht mit Lob sparen. Die Bibel gibt den Rat, nicht nur Dankbarkeit zu empfinden, sondern sie auch zu zeigen (Kolosser 3:15). Warum seinen Partner also nicht öfter loben? James sagt: „Wenn mich meine Frau für etwas lobt, fühle ich mich noch mehr motiviert, weiter an mir zu arbeiten und mich noch mehr in die Ehe einzubringen“ (Bibeltipp: Kolosser 4:6).

Zeigen beide Partner Wertschätzung füreinander, stärkt das die Partnerschaft. Ein Ehemann namens Michael sagt: „Ich bin mir sicher, dass viele Ehen gerettet werden könnten, wenn sich beide auf das konzentrieren würden, was sie am anderen mögen. Wenn es zu Problemen kommt, geben sie ihre Ehe dann nicht so schnell auf, weil sie sich immer wieder bewusst gemacht haben, was sie aneinander haben.“

^ Abs. 9 Einige Namen wurden geändert.

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