MATTHÄUS 15:32 BIS 16:12 MARKUS 8:1-21

  • JESUS GIBT 4 000 MÄNNERN ETWAS ZU ESSEN

  • ER WARNT VOR DEM SAUERTEIG DER PHARISÄER

Große Menschenmengen sind zu Jesus in die Dekapolis auf der Ostseite des Sees von Galiläa gereist. Sie sind gekommen, um ihn zu hören und von ihm geheilt zu werden. Und sie haben große Körbe mit Proviant dabei.

Nach einiger Zeit sagt Jesus jedoch zu seinen Jüngern: „Die Leute tun mir leid. Sie sind schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen. Wenn ich sie hungrig nach Hause schicke, verlassen sie unterwegs die Kräfte. Einige von ihnen sind von weit her.“ Da fragen die Jünger: „Wie soll man denn an diesem abgelegenen Ort genug Brot besorgen, um die Leute satt zu bekommen?“ (Markus 8:2-4).

„Wie viele Brote habt ihr?“, will Jesus wissen. „Sieben und ein paar kleine Fische“, antworten die Jünger (Matthäus 15:34). Daraufhin bittet Jesus die Menschen, sich zu setzen. Er nimmt die Brote und Fische, betet zu Gott und gibt sie seinen Jüngern, damit sie sie verteilen. Obwohl etwa 4 000 Männer sowie Frauen und Kinder essen, werden erstaunlicherweise alle satt! Es bleibt sogar noch so viel übrig, dass die Jünger sieben große Proviantkörbe füllen können.

Nachdem Jesus die vielen Menschen weggeschickt hat, besteigen er und seine Jünger ein Boot und fahren hinüber nach Magadan ans Westufer des Sees von Galiläa. Hier versuchen Pharisäer und einige von der Sekte der Sadduzäer, Jesus auf die Probe zu stellen, und verlangen von ihm ein Zeichen vom Himmel.

Jesus durchschaut sie aber und antwortet: „Wenn der Abend anbricht, sagt ihr: ‚Es gibt schönes Wetter, denn der Himmel ist feuerrot‘, und am Morgen: ‚Heute gibt es winterliches, regnerisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot, aber düster.‘ Das Aussehen des Himmels könnt ihr deuten, aber nicht die Zeichen der Zeit“ (Matthäus 16:2, 3). Dann lässt Jesus die Pharisäer und Sadduzäer wissen, dass sie kein Zeichen sehen werden außer dem Zeichen Jonas.

Danach nehmen Jesus und seine Jünger wieder ein Boot und fahren hinüber nach Bethsaida am Nordostufer des Sees. Unterwegs fällt den Jüngern auf, dass sie vergessen haben, genug Brot mitzunehmen. Sie haben nur einen Laib dabei. Jesus sagt nun: „Haltet die Augen offen und nehmt euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig von Herodes in Acht.“ Er hat seine kürzliche Begegnung mit den Pharisäern und den Sadduzäern im Sinn, die Anhänger von Herodes sind. Doch seine Jünger denken irrtümlicherweise, Jesus spiele darauf an, dass sie das Brot vergessen haben. Jesus merkt das und sagt: „Warum diskutiert ihr darüber, dass ihr kein Brot habt?“ (Markus 8:15-17).

Erst vor Kurzem hat Jesus Tausende mit Brot versorgt. Seine Jünger sollten also wissen, dass er sich darum keine Sorgen macht. Er fragt: „Wisst ihr nicht mehr, wie viele Körbe voll Stücke  ihr eingesammelt habt, als ich die fünf Brote für die 5 000 Mann brach?“ „Zwölf“, antworten sie. „Und als ich die sieben Brote für die 4 000 Mann brach, wie viele große Körbe voll Stücke habt ihr da aufgesammelt?“ Sie sagen: „Sieben“ (Markus 8:18-20).

Darauf fragt Jesus: „Wieso merkt ihr nicht, dass ich kein Brot meine, sondern euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadduzäer warne?“ (Matthäus 16:11).

Jetzt begreifen die Jünger endlich, worauf Jesus hinauswill. Sauerteig durchsäuert einen Teig und lässt ihn aufgehen. Daher verwendet Jesus ihn als Symbol für Verdorbenheit. So warnt er sie „vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer“ mit ihrem verderblichen Einfluss (Matthäus 16:12).