MATTHÄUS 13:55, 56 MARKUS 6:3

  • DIE FAMILIE VON JOSEPH UND MARIA WIRD GRÖSSER

  • JESUS LERNT EIN HANDWERK

Nazareth ist eine eher kleine, unbedeutende Stadt im Hügelland von Galiläa und liegt westlich vom See von Galiläa. Hier wächst Jesus auf.

Joseph und Maria kommen von Ägypten aus hierher, als Jesus vermutlich zwei Jahre alt ist. Zu dieser Zeit haben sie anscheinend keine anderen Kinder. Aber nach und nach kommen Jesu Halbbrüder Jakobus, Joseph, Simon und Judas auf die Welt. Joseph und Maria bekommen auch Töchter. Somit hat Jesus mindestens sechs jüngere Geschwister.

Und natürlich hat Jesus auch noch andere Verwandte. Wir kennen ja schon Elisabeth und ihren Sohn Johannes, die viele Kilometer südlicher in Judäa wohnen. Nicht ganz so weit entfernt, ebenfalls in Galiläa, lebt Salome. Sie ist wahrscheinlich Marias Schwester und damit Jesu Tante. Salome ist die Frau von Zebedäus. Ihre beiden Söhne Jakobus und Johannes wären damit Jesu Cousins. Wir wissen nicht, ob die drei als Kinder viel Zeit miteinander verbringen. Als sie jedoch erwachsen sind, werden Jakobus und Johannes auf jeden Fall enge Freunde Jesu und gehören zu seinen Aposteln.

Joseph ist Zimmermann und muss hart arbeiten, um für seine wachsende Familie zu sorgen. Er zieht Jesus wie seinen eigenen Sohn auf, und so wird dieser „der Sohn vom Zimmermann“ genannt  (Matthäus 13:55). Joseph bringt ihm das Zimmermannshandwerk bei und Jesus ist ein guter Lehrling. Später werden die Leute über ihn sagen: „Ist das nicht der Zimmermann?“ (Markus 6:3).

Das Leben von Josephs Familie dreht sich um die Anbetung Jehovas. Er und Maria beherzigen Gottes Gesetz und sicher belehren sie ihre Kinder über Gott, wenn sie zu Hause sind und wenn sie unterwegs sind, wenn sie schlafen gehen und wenn sie aufstehen (5. Mose 6:6-9). In Nazareth gibt es eine Synagoge, und Joseph geht mit seiner Familie bestimmt regelmäßig dorthin, um Jehova anzubeten. Später wird man über Jesus sagen, dass er „wie gewohnt am Sabbat in die Synagoge“ geht (Lukas 4:16). Die Familie reist auch regelmäßig nach Jerusalem zum Tempel Jehovas. Das ist für alle immer ein schönes Ereignis.