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Jehovas Zeugen

Deutsch

Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2016

Israel: Zeugnisgeben mit dem Tablet

 PREDIGEN UND LEHREN RUND UM DEN GLOBUS

Asien und der Nahe Osten

Asien und der Nahe Osten
  • LÄNDER 49

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Hundert Stunden für hundert Jahre

In einem asiatischen Land begann eine Frau, die Bibel zu studieren. Sie war als Fernsehschauspielerin und Model bekannt. Was sie lernte, setzte sie schnell in die Tat um. Auch beseitigte sie ihre spiritistischen Bücher und buddhistischen Götzenbilder.

Eine gute Bekannte flehte sie an: „Kannst du dieses Studium  nicht für drei Jahre unterbrechen und dich erst mal auf deine Karriere konzentrieren? Danach kannst du ja weitermachen.“

Darauf die Frau: „Ich habe 24 Jahre gebraucht, um Jehova zu finden. Warum soll ich jetzt noch drei Jahre verstreichen lassen?“

In der Woche, in der sie ihre erste Aufgabe in der Theokratischen Predigtdienstschule hatte, trat eine Filmgesellschaft an sie heran und bot ihr einen lukrativen 4-Jahres-Vertrag an — unter der Bedingung, jede Filmrolle anzunehmen. Sie lehnte ab. Im Mai 2014 erfüllte sie die Voraussetzungen, ungetaufter Verkündiger zu werden. Im August wollte sie 100 Stunden predigen. Nach dem Grund gefragt antwortete sie: „Jesus regiert jetzt schon 100 Jahre. Das möchte ich gerne würdigen. Für jedes Jahr will ich eine Stunde predigen.“ Sie erreichte ihr Ziel. Im Januar 2015 ließ sie sich taufen und steht jetzt im Hilfspionierdienst.

Eine Nacht im Gefängnis

In Sri Lanka fuhren vier Schwestern mit dem Bus in nicht zugeteiltes Gebiet, in dem überwiegend Buddhisten leben. An ihrem zweiten Tag wurden sie von einem Mönch und einem Taxifahrer angepöbelt. Wenig später waren sie von etwa 30 Personen umringt, die sehr aufgebracht waren. Die Polizei kam und nahm die Schwestern mit auf die Wache. Obwohl man ihnen nichts zur Last legen konnte, behielt man sie über Nacht im Gefängnis. Sie wurden mit Schwerverbrechern zusammengesteckt und mussten Beleidigungen und eine schmutzige Sprache über sich ergehen lassen. Diese Situation eröffnete  ihnen jedoch die Möglichkeit, Zeugnis zu geben. Eine der Schwestern sagte: „Ich war zusammen mit Mördern eingesperrt, konnte mit ihnen aber über die Wahrheit sprechen. Sie wunderten sich, warum ich im Gefängnis war, und hatten viele Fragen über meinen Glauben. Einer fragte sogar: ‚Warum bist du so glücklich?‘ “

Sri Lanka: Vier Schwestern auf dem Weg in nicht zugeteiltes Gebiet

Da die Polizei ohne berechtigten Grund Personen gefangen hält, haben Jehovas Zeugen beim Obersten Gericht Sri Lankas eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Sie wurde angenommen und das Verfahren ist noch anhängig.

Hilfe für eine bettlägerige Frau

Michiko, eine Pionierin in Japan, studierte im Krankenhaus mit einer älteren Frau in Gebärdensprache die Bibel. Sie fragte das Personal, ob sie noch mit anderen Patienten sprechen könnte. Michiko lernte so Kazumi kennen: Sie kann hören, aber nicht sprechen. Kazumi hatte mit 23 einen Autounfall. Seitdem ist sie ans Bett gefesselt und kann weder Nahrung noch Flüssiges zu sich nehmen. Sie hatte viele Fragen und willigte gleich in einen Bibelkurs ein.

Japan: Kazumi schreibt gern liebe, ermunternde Briefe

Beim Studium stellte Michiko die Fragen und Kazumi zeigte mit dem Finger auf die Antworten in den Absätzen oder schrieb sie auf. Als sie ein Handy bekam, konnte Michiko mit ihr jeden Morgen den Tagestext besprechen. Kazumi wird körperlich zwar immer schwächer, aber in geistiger Hinsicht hat sie so weit Fortschritte gemacht, dass sie den Wunsch äußerte, eine Zeugin Jehovas zu werden. Nach 13 Jahren Bibelstudium wurde sie schließlich mit 61 ungetaufte Verkündigerin.

 Weil sie das Bett nicht verlassen kann, hat die Versammlung alles so arrangiert, dass sie die Zusammenkünfte und Kongresse mithören kann. Ihre vorbereiteten Kommentare werden von verschiedenen Schwestern in den Zusammenkünften vorgetragen.

Kazumi schreibt allen Bibelschülern, die die Zusammenkünfte besuchen, liebe, ermunternde Briefe, die speziell auf sie abgestimmt sind. Sie predigt dem Krankenhauspersonal und Personen, die zu Besuch kommen. Kazumis Botschaft an sie: „Wer die Bibel studiert, ist glücklich.“

Ein Mönch lernt die Wahrheit kennen

In einem südostasiatischen Land traf eine Schwester beim Optiker im Krankenhaus einen Mönch. Sie fragte ihn: „Wie würden Sie es finden, vollkommen gesund zu  sein und für immer in einer schönen Umgebung zu leben?“ Es entwickelte sich ein nettes Gespräch und er nahm die Broschüre Höre auf Gott. Er schrieb ihr seine Telefonnummer auf, die sie an einen Bruder in der Versammlung weitergab. Kurz danach rief der Bruder den Mönch an und lud ihn zum Sondervortrag ein. Die Zusammenkunft gefiel ihm wirklich gut, vor allem das Singen der Königreichslieder. Außerdem war er von der Herzlichkeit sehr beeindruckt.

Der Mönch fragte, ob es bei den Zeugen kirchliche Hochschulen oder Seminare gibt. Der Bruder erklärte ihm, dass wir mit Einzelpersonen die Bibel studieren, und bot das auch ihm an. Die Woche darauf hatte der Mönch schon Kapitel 1 im Buch Was lehrt die Bibel wirklich? vorbereitet. Er studiert nicht nur die Bibel, sondern besucht inzwischen auch die Zusammenkünfte und beteiligt sich am Wachtturm-Studium.

Als der Mönch einen Kreiskongress besuchte, lud ihn der Vertreter des Zweigbüros ins Bethel ein. Gleich in der nächsten Woche machte er sich auf den Weg. Nach einer etwa 10-stündigen Fahrt wurde er im Bethel herzlich willkommen geheißen. Ende Februar 2015 verließ er das Mönchstum. Er studiert weiter die Bibel und beteiligt sich gern an den Zusammenkünften.

Verloren, aber wiedergefunden

Kürzlich wurden Pioniere nach Nordostindien geschickt, wo die gute Botschaft viele Jahre nicht gepredigt worden war. Sie stießen auf großes Interesse und suchten nach einem geeigneten Versammlungsort. Auf dem Weg zu einem Bibelstudium sahen sie ein Gebäude, das sich im Bau befand. Sie überlegten, ob sie dort nachfragen sollten. Als sie schon ein Stück weiter waren, entschieden  sie sich, noch mal zurückzugehen. Hinter dem Gebäude trafen sie eine ältere Dame und erzählten ihr, dass sie Zeugen Jehovas sind. Da strahlte sie übers ganze Gesicht und sagte: „Ich bin auch eine Zeugin Jehovas“, und lud sie in ihr Haus ein. Sie zeigte den beiden ihre Literatur aus den 70er- und 80er-Jahren. Bereits vor 30 Jahren hatte sie mit Pionieren studiert und Zusammenkünfte besucht, obwohl ihr Mann gegnerisch war. Sie wusste, dass sie die Wahrheit gefunden hatte, verlor aber den Kontakt zur Organisation, als die Pioniere das Gebiet verließen. Ihre Kinder traten verschiedenen Kirchen bei; sie selbst weigerte sich, irgendeine Kirche zu besuchen.

Indien: Eine interessierte Frau zeigt ihre Literatursammlung

 Vor einiger Zeit begannen ihre Kinder sie unter Druck zu setzen, der katholischen Kirche beizutreten, um im Todesfall ein katholisches Begräbnis zu bekommen. Ihre eigene Schwester bestand sogar darauf, mit ihr zur Kirche zu fahren, damit sie sich eintragen lässt. Aber sie steckten im Stau fest und mussten wieder umkehren. Am nächsten Tag wollte ihre Schwester wieder los, wurde aber krank. Das war genau der Nachmittag, an dem die Pioniere die Frau angesprochen hatten. Jetzt studiert sie wieder, besucht Zusammenkünfte und ermuntert ihre Kinder und Enkel, doch auch die Bibel zu studieren.