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Jehovas Zeugen

Deutsch

Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2016

Kanada: Die Inuit-Siedlung Kangirsuk (nördliches Quebec)

 HÖHEPUNKTE UND JAHRESRÜCKBLICK

Kurz notiert aus aller Welt

Kurz notiert aus aller Welt

Der Wunsch, alle zu erreichen

Um auf die Bedürfnisse des Zweiggebietes in Kanada einzugehen, wurde das Video Warum lohnt sich ein genauerer Blick in die Bibel? in acht einheimische Sprachen übersetzt. Im Oktober 2014 konnte das Video im kalten Nunavik während einer zehntägigen Aktion in 14 Gemeinden fast jedem Haushalt in der Sprache Inuktitut gezeigt werden. Damit hatte man eine Bevölkerung von über 12 000 Personen erreicht.

Ein beeindruckter Manager

Im September 2014 fand in Seoul, Südkorea, im Seoul-World-Cup-Stadion ein internationaler Kongress statt. Mehr als 56 000 Anwesende verfolgten das Programm. Der Stadionmanager äußerte seine Wertschätzung für das  gute Benehmen und die harmonische Zusammenarbeit während der Veranstaltung. Er sagte: „Alle wussten sich zu benehmen. Ich war beeindruckt, dass Jehovas Zeugen das Stadion besser reinigten als unser professionelles Reinigungsteam. Ich wünschte, unser Personal hätte die gleiche Einstellung bei der Arbeit. Wer Religion ernst nehmen will, muss wie ein Zeuge Jehovas sein.“

Südkorea: Der internationale Kongress in Seoul (2014)

Jehova sorgt für nötige Schulung

In Schweden stellten Jehovas Zeugen den Antrag, die gleichen wirtschaftlichen Vorteile zu erhalten wie andere religiöse Organisationen. Im Mai 2012 wurde der Antrag von der Regierung abgewiesen. Daraufhin genehmigte die leitende Körperschaft, diese Entscheidung beim Obersten Verwaltungsgericht des Landes anzufechten.

 Das Gericht beschloss, vor Entscheidungsfindung eine mündliche Anhörung durchzuführen. Mehrere Brüder aus verschiedenen Ländern trafen sich in einem Königreichssaal in Stockholm, um sich auf Fragen vorzubereiten, die ihnen bei der Anhörung gestellt werden könnten.

Währenddessen klingelte es am Saal. Ein Bruder öffnete die Tür. Zwei Mädchen im Alter von 13 und 14 stellten sich vor und erklärten, dass sie eine Umfrage über Jehovas Zeugen machen. Der Bruder berichtet: „Eigentlich wollte ich sie bitten, an einem anderen Tag wiederzukommen, da wir jetzt keine Zeit hatten.“

Trotzdem entschied sich der Bruder, sich mit ihnen zu unterhalten. Die Mädchen hatten viele Fragen. Es ging um sehr spezielle Themen in Verbindung mit gesellschaftlichen Problemen und der Beteiligung an Wahlen. Anschließend ging der Bruder wieder in den Saal und erzählte den anderen, welche Fragen die Mädchen hatten und wie er sie beantwortet hatte.

Am nächsten Tag fand die Anhörung statt. Die Brüder waren überrascht, dass das Gericht viele der Fragen stellte, die schon die Mädchen gestellt hatten. Ein Bruder, der die Organisation vertrat, erzählt: „Innerlich war ich sehr ruhig, obwohl ich Grund gehabt hätte, wirklich nervös zu sein. Schließlich stand ich vor den angesehensten Anwälten des Landes. Aber durch die Schulung, für die Jehova am Tag zuvor gesorgt hatte, spürte ich deutlich, dass er mit uns ist.“

Das Gericht entschied zu Gunsten von Jehovas Zeugen und der Fall wurde zur erneuten Entscheidung an die Regierung zurückverwiesen.

Ken und ein Sack voll Reis

Der 6-jährige Ken lebt auf Haiti. Er freute sich, als er erfuhr, dass für seine Versammlung bald ein neuer  Königreichssaal gebaut wird. Er bastelte heimlich eine Spardose und versteckte sie in seinem Zimmer. Anstatt das Taschengeld, das er von seinen Eltern für die Schule bekam, auszugeben, fütterte er seine Spardose damit. Das tat er treu und brav, bis die Königreichssaal-Baugruppe ankam und mit dem Bauprojekt begann. Dann gab er den Brüdern seine Spardose, die so viel Geld enthielt, dass man einen großen Sack Reis davon kaufen konnte. Viele Tage wurde sein Reis auf der Baustelle zum Mittagessen serviert.

Anordnung eines Offiziers

Fast das ganze letzte Jahr über konnte man in Sierra Leone nur mit einer Sondergenehmigung Regionen betreten, die wegen der Ebola-Seuche unter Quarantäne standen. Kreisaufseher mussten sich beispielsweise Passierscheine für sich und ihre Fahrzeuge besorgen, um in diese Gebiete zu gelangen. Das Gleiche galt für Kuriere, die Literatur und Briefsendungen transportierten, sowie für Mitglieder des Katastrophenhilfskomitees, die Infrarot-Thermometer, Desinfektionsmittel und Nahrung dorthin brachten. Erstaunlicherweise wurden die erforderlichen Papiere immer ausgehändigt.

Ein Erlebnis war besonders glaubensstärkend. Die Brüder stellten einen schriftlichen Antrag, um Passierscheine für 34 Personen und 11 Fahrzeuge zu bekommen, mussten sich aber zur Genehmigung an einen Offizier wenden. Zwei Brüder vom Zweigbüro gingen zu dem Offizier und hofften, noch an diesem Tag die beantragten Passierscheine zu bekommen. Doch ihr Antrag war nirgendwo zu finden. Man bat die Brüder, sich selbst durch den Berg von vorliegenden Anträgen durchzuarbeiten — leider ohne Erfolg. In diesem Augenblick sagte der Offizier zu seiner Sekretärin, er schließe jetzt sein Büro und für die  nächsten zwei Wochen könne kein Antrag mehr berücksichtigt werden. Flehentlich beteten die Brüder im Stillen zu Jehova. Dann schaute der Offizier die Brüder an und fragte: „Wie viele Passierscheine brauchen Sie?“ Als er die Zahl hörte, sprang er von seinem Stuhl auf und brüllte: „Das ist zu viel!“

Die Brüder erklärten Sinn und Zweck ihrer Arbeit und wie die Hilfsgüter dazu beitragen, der Ebola-Seuche entgegenzuwirken. Der Offizier hielt inne, sah seine Sekretärin an und sagte: „Geben Sie ihnen alles, was sie brauchen.“

Guinea und Sierra Leone: Vor jedem Königreichssaal wurde eine Handwaschstation eingerichtet