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Jehovas Zeugen

Deutsch

Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2015

 PREDIGEN UND LEHREN RUND UM DEN GLOBUS

Asien und der Nahe Osten

Asien und der Nahe Osten
  • LÄNDER 48

  • BEVÖLKERUNG 4 315 759 010

  • VERKÜNDIGER 703 271

  • BIBELSTUDIEN 732 106

Kann ich noch andere mitbringen?

Zwei Tage vor dem Gedächtnismahl gab ein Bruder einem Parkplatzwächter in Indonesien eine Einladung zu der Feier. Der Mann war Muslim. Da er nur eine Einladung bekam, fragte er, ob es möglich ist, noch jemand mitzubringen. Der Bruder bejahte das. Darauf erwiderte der Mann, er habe eine große Familie und hätte  gern mehr Einladungen. Der Bruder gab ihm noch zwanzig Stück und erklärte, dass es sich um die Feier zum Gedenken an den Tod Jesu handelt und jeder, ob Christ oder Muslim, willkommen ist. Der Mann sagte, er würde zwischen 60 und 70 Personen mitbringen.

Die Ansprache hatte gerade begonnen, als der Parkplatzwächter mit etwa 100 Personen auftauchte: Männer, Frauen und Kinder, darunter auch Ältere und eine hochschwangere Frau. Sie hatten mehrere Autos gemietet, um zu dem Hotel zu kommen, wo das Gedächtnismahl stattfand. Als das Sicherheitspersonal des Hotels die Menschenmenge sah, wunderte es sich, warum so viele Muslims eine christliche Feier besuchen wollten, und verweigerte ihnen zunächst den Zugang. Nachdem die Sicherheitskräfte die Einladungen gesehen hatten, begleiteten sie die Leute zum Veranstaltungsraum. Da der Raum mit 248 Anwesenden schon überfüllt war, wurden nur etwa 60 Personen hereingelassen.

Nach einigen Tagen ging der Bruder zum Parkplatzwächter und fragte, ob ihnen die Feier gefallen habe. Der Wächter räumte ein, dass sie alle zuerst etwas Hemmungen hatten zu kommen, aber dann doch beeindruckt waren, weil jeder so freundlich war, sie gegrüßt und mit Handschlag verabschiedet hatte. Der Bruder lud ihn zum Sondervortrag am darauffolgenden Sonntag ein. Diesmal kam der Mann mit etwa 40 Personen, zu denen seine Familie und einige Nachbarn gehörten. Da sie erst gegen Ende der Zusammenkunft eintrafen, beschlossen die Ältesten, den Vortrag ein zweites Mal halten zu lassen. Der Vorsitzende leitete den Vortrag wieder ein, erklärte kurz den Ablauf des Programms und kündigte Lied und Gebet  an. Mit Rücksicht auf den muslimischen Hintergrund der Gäste gebrauchte der Redner während des Vortrags ihnen vertraute Begriffe, wie zum Beispiel „das heilige Buch“ statt „die Bibel“ und „der Prophet Isa“ statt „Jesus“.

Später besuchte ein Ältester den Parkplatzwächter zu Hause, sprach mit ihm über die Bibel und verwendete dabei die Broschüre Höre auf Gott. Dem Gespräch schlossen sich noch 12 andere an, einschließlich einiger muslimischer Frauen und Kinder.

Lesestoff für den Bus

Mongolei: Die Verkündiger dürfen Literatur im Bus verteilen

Ulan-Bator ist die Hauptstadt der Mongolei. Von dort aus fahren Busse in alle Teile des Landes und sind teilweise bis zu 48 Stunden unterwegs. Während der Fahrt starren die meisten entweder aus dem Fenster oder halten ein Nickerchen. Obwohl Mongolen gern lesen, wird im Bus kein Lesestoff angeboten. Deshalb hatten einige Brüder aus der Versammlung Songino Chairchan eine gute Idee. Sie gingen zu den Busfahrern und sagten: „Wir würden Ihnen gern ein gutes Buch schenken. In den Flugzeugen gibt es ja in den Sitztaschen immer etwas zum Lesen. Wenn Sie meinen, dass sich Ihre Fahrgäste auch über Lesestoff freuen würden, können wir gern etwas in die Sitztaschen stecken.“ Acht Busfahrer nahmen das Angebot an. Insgesamt verteilten die Brüder 299 Zeitschriften und 144 Broschüren. Außerdem konnten sie vereinbaren, die Zeitschriften immer gegen die neusten Ausgaben auszutauschen.

Eine Verwechslung und ihre Folgen

In einem asiatischen Land wurden zwei Älteste gebeten, eine Schwester zu besuchen, die seit acht Jahren  untätig war. Sie kannten die Schwester zwar nicht, riefen sie aber an und vereinbarten, sich in ihrem Laden zu treffen, der sich in einem riesigen Einkaufszentrum befand. Nachdem sie durch ein Labyrinth von Gängen geirrt waren, fanden sie endlich den Laden der Schwester. Sie gingen hinein und wurden von einer Frau begrüßt, die eine kleine Bibel auf dem Ladentisch liegen hatte. Ihr Familienname, ihre Heimatstadt und das Alter der beiden Kinder passten, und so schlussfolgerten die Ältesten, dass sie die untätige Schwester war. Sie sagten: „Wir sind deine Brüder, Jehovas Zeugen.“

„Ich bin Christin“, erwiderte sie mit einem etwas verdutzten Gesicht. Ihre Reaktion kam den Brüdern seltsam vor. Trotzdem gaben sie ihr biblischen Lesestoff, wofür sie sich sehr bedankte. Als die Brüder gingen, stellten sie fest, dass sie im verkehrten Laden gewesen waren. Eigentlich hätten sie in das Geschäft 2202 gehen sollen, doch dies war das Geschäft 2200. Einer der Brüder berichtet: „Mir lief ein Schauer über den Rücken. Es war, als ob uns die Engel zu diesem Laden geführt hatten. Die Frau und die Schwester hatten den gleichen Nachnamen, kamen aus der gleichen Stadt und ihre Kinder waren ungefähr gleich alt. Wenn die Frau einen anderen Nachnamen gehabt hätte oder aus einer anderen Stadt gekommen wäre, hätten wir gemerkt, dass wir verkehrt waren.“ Zwei Läden weiter fanden die Brüder schließlich die untätige Schwester, die schon auf ihren Besuch gewartet hatte.

„Ich fühlte mich beschämt. Obwohl ich so lange untätig war, hat Jehova mich nie vergessen“

 Wie ging die Sache aus? Die Frau aus dem ersten Geschäft studiert inzwischen die Bibel und besucht Zusammenkünfte. Die untätige Schwester besucht wieder alle Zusammenkünfte und beteiligt sich regelmäßig am Predigtdienst. Sie sagt: „Ich fühlte mich beschämt. Obwohl ich so lange untätig war, hat Jehova mich nie vergessen.“

Bei schlechtem Wetter per SMS predigen

Philippinen: Greg versendet SMS

Greg und Alma sind auf die Insel Catanduanes auf den Philippinen gezogen. Sie wollten gern dort dienen, wo mehr Königreichsverkündiger gebraucht werden. Da ein Teil der Landschaft gebirgig ist, müssen sie rund 20 Kilometer zu Fuß zurücklegen, um einige Gebiete zu erreichen. Manchmal paddeln sie auch bis zu zwei Stunden mit einem Boot, um auf anderen Inseln predigen zu können. Während der Regenzeit sind solche Touren aber fast unmöglich. Doch statt dann nur zu Hause zu bleiben und gar nicht zu predigen, entschieden sie sich, den Aktionstarif ihres Mobilfunkanbieters zu nutzen, mit dem sie sehr günstig unbegrenzt Textnachrichten versenden können.

Greg beginnt die SMS damit, dass er seinen Namen nennt. Dann fügt er hinzu: „Ich möchte Sie gern auf eine Aussage aus der Bibel aufmerksam machen.“ Eine der Bibelstellen, mit denen er Erfolg hat, ist Johannes 17:3. Nachdem er diesen Text zitiert hat, stellt er zwei Fragen: Wer ist der wahre Gott? Und wer ist Jesus Christus? Dann bittet er um eine Antwort. Kommt eine SMS zurück, erwähnt Greg noch eine Bibelstelle wie zum Beispiel Psalm 83:18. Antwortet die Person weiter auf die SMS, fragt er, ob sie ihr Gespräch über Telefon fortsetzen können. Greg und Alma berichten, dass viele positiv reagieren.

 Eine Frau, die Greg und Alma kontaktierten, hatte mehrere Fragen zur Bibel, und so gingen viele Textnachrichten hin und her. Das führte schließlich zu einem Bibelstudium. Die Frau wiederum erzählte ihrem Neffen und einer Arbeitskollegin davon. Zu guter Letzt ließen sich alle drei taufen.