Einstellung der Bedienungshilfe

Search

Sprache auswählen

Zurück zum Untermenü

Zum Inhaltsverzeichnis springen

Zurück zum Inhalt

Jehovas Zeugen

Deutsch

Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2015

 DOMINIKANISCHE REPUBLIK

„Ich kämpfte wie ein Löwe“

Luis Eduardo Montás

„Ich kämpfte wie ein Löwe“
  • GEBURTSJAHR: 1906

  • TAUFE: 1947

  • KURZPORTRÄT: Ehemaliger Beamter der Partei Trujillos. Luis lernte die Wahrheit kennen und diente Jehova treu bis zu seinem Tod im Jahr 2000

LUIS, ein Verwandter Trujillos, war der Schatzmeister in der regierenden politischen Partei Partido Dominicano. Obwohl der politische Apparat auf Luis abstoßend wirkte und er oft versuchte, sein Amt aufzugeben, verweigerte ihm der Diktator das.

Nachdem Trujillo zwei Brüder von Luis umgebracht hatte, unternahm Luis zweimal einen Mordanschlag auf den Diktator. Er wurde jedoch nie damit in Verbindung gebracht. Luis suchte sogar Hilfe bei Spiritisten, um sich an Trujillo zu rächen. Er beschrieb ihn wie folgt: „Er benimmt sich wie eine Bestie und betrachtet sich selbst noch als der Größte.“ Bei einem der Spiritisten sah Luis das Buch „Die Wahrheit wird euch frei machen“ und begann gleich, darin zu lesen. Weil ihn das Buch so fesselte, nahm er es mit nach Hause. Später kam er zu dem Schluss, dass das die Wahrheit war, nach der er gesucht hatte.

 Als Luis nach Ciudad Trujillo fuhr, besuchte er eine Zusammenkunft von Jehovas Zeugen und bekam dort mehrere Bücher und Zeitschriften. Er las die ganze Nacht darin und bat später um ein Bibelstudium. Nachdem er einiges gelernt hatte, beschloss er, Trujillos Regime den Rücken zu kehren. Sobald das dem Diktator zu Ohren kam, bot er Luis die angesehene Stelle als dominikanischer Konsul in Puerto Rico an. Luis lehnte dieses Angebot ab, obwohl er wusste, dass diese Entscheidung wahrscheinlich Verfolgung für ihn bedeuten würde.

„Ich bekam jede Art von Misshandlung zu spüren“, berichtete Luis, „und die Regierung versuchte, mich mit allem zu locken, was man sich nur vorstellen kann. Aber ich war entschlossen, auf die Vorzüge dieser Welt zu verzichten.“ Luis predigte die gute Botschaft so freimütig, dass ihn die katholischen Priester „den Prediger“ nannten. Am 5. Oktober 1947, sechs Monate nach seiner ersten Zusammenkunft, ließ er sich taufen.

Nachdem Luis ein Zeuge Jehovas geworden war, wurde er verfolgt, festgenommen und in Einzelhaft gesteckt. Mehrmals hätte es ihn fast das Leben gekostet. Doch jedes Mal, wenn er verhaftet oder vor Gericht gebracht wurde, nutzte er die Gelegenheit, Zeugnis zu geben. Luis sagte: „Ich kämpfte wie ein Löwe, um meinen Glauben zu verteidigen, und ich denke mit Freuden daran.“

Luis war ein treuer Diener Gottes. Das blieb auch an seinem Wohnort nicht unbemerkt. 1994 konnte man in der dominikanischen Zeitung El Siglo über ihn lesen: „Luis Eduardo Montás ist in San Cristobal als ehrlicher und aufrichtiger Mann bekannt. Er ist wirklich ein Geschenk, ein ausgeglichener Mensch mit viel Mitgefühl. Alles, was die Geschichte von San Cristobal über ihn zu berichten weiß, ist mit seiner Berufung als Christ verknüpft.“