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Jehovas Zeugen

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Jahrbuch der Zeugen Jehovas 2015

 DOMINIKANISCHE REPUBLIK

Jehovas Zeugen etablieren sich

Jehovas Zeugen etablieren sich

Die Wahrheit gefunden

Juana Ventura fing unter Verbot an, die Bibel zu studieren, und ließ sich 1960 im Río Ozama taufen. Eines Tages sagte ein evangelikaler Pastor in Santo Domingo, es wäre ihm am liebsten, wenn man sie verhaften würde, weil sie ihm „seine Gemeindemitglieder abspenstig mache“. Um Juana schlechtzumachen und Jehovas Zeugen als Lügner hinzustellen, lud er sie ein, vor der Kirchengemeinde Fragen über ihren neuen Glauben zu beantworten.

Juana berichtet: „Er fragte mich, warum wir nicht wählen gehen, warum wir uns nicht am Krieg beteiligen und warum wir uns Jehovas Zeugen nennen. Ich beantwortete jede Frage anhand der Bibel. Alle in der Kirche schlugen die Bibeltexte mit auf und waren überrascht, was sie dort lasen. Viele erkannten, dass sie die Wahrheit gefunden hatten, und begannen die Bibel  zu studieren. Schließlich wurden 25 Zeugen Jehovas.“ Dieses einschneidende Ereignis gab dem Predigtwerk in Santo Domingo neue Impulse.

Jehovas Zeugen etablieren sich

Die Ermordung Trujillos hatte spürbare politische Auswirkungen. Das Jahrbuch 1963 schilderte die Situation so: „Überall waren Soldaten zu sehen und es kam zu Streiks und gewalttätigen Auseinandersetzungen.“ Obwohl es eine Zeit der politischen Umwälzung war, machte das Predigen und Jüngermachen gute Fortschritte. Bis zum Ende des Dienstjahres 1963 konnte eine Höchstzahl von 1155 Verkündigern erreicht werden.

1962 kam Nathan Knorr von der Weltzentrale zu Besuch. Er leitete den Kauf eines Grundstücks in die Wege, damit man größere Gebäude bauen und dem schnell wachsenden Predigtwerk gerecht werden konnte. Auf dem neuen Gelände wurde ein zweigeschossiges Gebäude und ein Königreichssaal errichtet. Am 12. Oktober 1963 hielt dann Frederick Franz von der Weltzentrale die Ansprache zur Bestimmungsübergabe für die neuen Gebäude. Jetzt war allen klar: Jehovas Zeugen würden in der Dominikanischen Republik bleiben. Kurz nach der Bestimmungsübergabe trafen Harry und Paquita Duffield ein. Sie waren die letzten Missionare, die man aus Kuba ausgewiesen hatte.

Wachstum trotz Revolution

Am 24. April 1965 wurde das Land von einer Revolution zerrissen. In der unruhigen und chaotischen Zeit danach erlebte Jehovas Volk einen Aufschwung. 1970 gab es 3 378 Verkündiger in 63 Versammlungen. Mehr als die Hälfte der Verkündiger waren in den vergangenen fünf Jahren ein Teil der Organisation geworden. Im Jahrbuch 1972 hieß es dazu: „Sie kamen aus  den unterschiedlichsten sozialen Schichten und Berufssparten: Autoschlosser, Bauern, Berufsfahrer, Buchhalter, Bauunternehmer, Zimmerleute, Rechtsanwälte, Zahnärzte, ja auch ehemalige Politiker — alle vereint durch die Liebe zur Wahrheit und die Liebe zu Jehova.“