König Salomo ging der Frage nach dem Sinn des Lebens auf den Grund

WAS bedeutet es für uns, Jehova kennenzulernen? Unter anderem erhalten wir dadurch die Antwort auf eine Frage, die Milliarden Menschen ein Rätsel ist: „Warum existiere ich überhaupt?“ Vielleicht haben wir uns selbst schon hin und wieder darüber Gedanken gemacht. Ein weiser König, der größeren Reichtum besaß „als alle anderen Könige der Erde“, ging der Frage über den Sinn des Lebens nach (2. Chronika 9:22; Prediger 2:1-13). Dieser König, Salomo, war mit großer Macht, unermesslichem Reichtum und unvergleichlicher Weisheit ausgestattet. Was ergaben seine Nachforschungen? „Der Abschluss der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den wahren Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze Pflicht“ (Prediger 12:13). Da Salomos Erfahrungsschatz den der meisten Menschen übersteigt, ist seine Schlussfolgerung zumindest eine Betrachtung wert (Prediger 2:12).

2 Die Gottesfurcht, von der Salomo sprach, ist keine krankhafte Angst vor einer unbekannten geistigen Macht. Vielmehr handelt es sich um eine gesunde Furcht davor, jemandem, den man innig liebt, zu missfallen. Wenn man tiefe Liebe zu jemandem empfindet, wird man ihm bestimmt zu allen Zeiten Freude bereiten wollen und möglichst alles vermeiden, was ihn verletzen könnte. Wer Jehova lieben lernt, wird ihm gegenüber genauso empfinden.

3 Durch das Lesen in der Bibel erfahren wir, was unserem Schöpfer gefällt oder missfällt und zu welchem Zweck er die Erde erschaffen hat. In der Bibel wird Jehova als „der Bildner der Erde und der sie gemacht hat“ bezeichnet, und weiter wird er wie folgt beschrieben: „ER, der ihr festen Bestand gab, der sie nicht einfach umsonst erschuf, der sie bildete, damit sie auch bewohnt werde“ (Jesaja 45:18). Jehova gestaltete die Erde so, dass sie von Menschen bewohnt werden konnte. Sie sollten sich dann um diesen Planeten und die Lebewesen darauf kümmern (1. Mose 1:28). War das aber der einzige  Zweck, zu dem Jehova Menschen erschuf — die Erde zu verwalten?

Adam und Eva hatten eine echte Beziehung zu Gott

4 Nein, er verfolgte eine erhabenere Absicht. Der erste Mensch, Adam, hatte eine echte Beziehung zu Jehova. Adam konnte direkt mit dem Schöpfer kommunizieren. Er konnte hören, was Gott ihm sagte, und ihm auch seine Gedanken mitteilen (1. Mose 1:28-30; 3:8-13, 16-19; Apostelgeschichte 17:26-28). Adam und seine Frau Eva hatten also die großartige Gelegenheit, Jehova immer besser kennenzulernen und eine immer innigere Beziehung zu ihm zu entwickeln. Jehova zu kennen und ihn nachzuahmen hätte für sie ein befriedigendes Leben bedeutet, denn er ist der ‘glückliche Gott’ (1. Timotheus 1:11). Er, der Gott, der „uns alle Dinge reichlich darbietet zum Genuss“, setzte den ersten Menschen in ein Paradies, Garten Eden genannt, in dem er für immer hätte leben können (1. Timotheus 6:17; 1. Mose 2:8, 9, 16, 17).

Worauf lassen neuere Erkenntnisse über die menschliche Zelle schließen?

5 Für immer? So mancher wird den Gedanken an ewiges Leben wahrscheinlich als absurd abtun. Ist er das aber? Wissenschaftler glauben, sie seien den Ursachen für die Zellalterung inzwischen auf den Grund gekommen. Die Telomere, kleine Abschnitte genetischer Substanz, die das Ende der Chromosomen bilden, verkürzen sich jedes Mal, wenn sich die Zelle teilt. Nach 50 bis 100 Zellteilungen sind die Telomere meist so weit aufgebraucht, dass sich die Zelle nicht mehr teilt. Neueren wissenschaftlichen Entdeckungen zufolge können sich menschliche Zellen jedoch mithilfe eines Enzyms, Telomerase genannt, endlos teilen. Das muss nicht heißen, dass Jehova ewiges Leben durch genau dieses Enzym ermöglicht. Doch eins wird durch diese Entdeckung deutlich: Die Vorstellung von ewigem Leben ist nicht absurd.

6 Ja, der Bibelbericht, wonach das erste Menschenpaar erschaffen wurde, um für immer zu leben, ist glaubwürdig. Die Menschen sollten ihr Verhältnis zu Jehova für unbegrenzte Zeit vertiefen. Sie sollten eine starke Bindung zu ihrem himmlischen Vater entwickeln und seinen Vorsatz in Verbindung mit den Menschen auf der Erde genau kennen und verwirklichen. Ihr Leben sollte keine Plackerei sein. Adam und Eva hatten die faszinierende Aussicht, die Erde mit glücklichen, vollkommenen Nachkommen zu füllen. Sie hätten für immer schöne, sinnvolle Aufgaben gehabt. Das wäre mit Sicherheit ein befriedigendes Leben gewesen (1. Mose 1:28).