Jesaja 30:1-33

  • Hilfe Ägyptens völlig wertlos (1-7)

  • Volk lehnt die prophetische Botschaft ab (8-14)

  • Vertrauen gibt Kraft (15-17)

  • Jehova hat Erbarmen mit seinem Volk (18-26)

    • Jehova, der Große Lehrer (20)

    • „Das ist der Weg“ (21)

  • Jehova wird an Assyrien das Urteil vollstrecken (27-33)

30  „Wehe den eigensinnigen Söhnen“,+ erklärt Jehova,„denen, die Pläne ausführen, die nicht von mir kommen,+und Bündnisse schließen*, aber nicht durch meinen Geist,um Sünde an Sünde zu reihen.   Sie ziehen nach Ägypten hinab,+ ohne mich zurate zu ziehen*,+um beim Pharao* Schutz zu suchenund im Schatten Ägyptens Zuflucht zu nehmen!   Doch der Schutz des Pharao wird für euch ein Grund zum Schämen werdenund die Zuflucht im Schatten Ägyptens eine Ursache zur Demütigung.+   Denn seine führenden Männer sind in Zọan+und seine Abgesandten haben Hạnes erreicht.   Sie werden sich alle schämen müssenwegen eines Volkes, das nichts für sie ausrichten kann,das keine Hilfe ist und keinen Nutzen bringt,nur Schimpf und Schande.“+  Ein Ausspruch gegen die wilden Tiere des Südens: Durch das Land der Nöte und Härten,das Land des Löwen, des brüllenden Löwen,der Otter und der pfeilschnellen Giftschlange*befördern sie ihren Wohlstand auf Eselsrückenund ihre Vorräte auf Kamelhöckern. Doch das alles wird dem Volk nichts nützen.   Denn die Hilfe Ägyptens ist überhaupt nichts wert.+ Darum habe ich ihm den Namen gegeben: „Rạhab,+ das still dasitzt.“   „Geh nun und schreib es in ihrer Gegenwart auf eine Tafel,und halte es in einem Buch fest,+damit es als bleibendes Zeugnis für einen künftigen Tag dient.+   Denn es ist ein rebellisches Volk,+ es sind betrügerische Söhne,+Söhne, die das Gesetz* Jehovas nicht hören wollen.+ 10  Sie sagen zu den Sehern: ‚Ihr sollt nicht sehen!‘,und zu den Visionensehern: ‚Teilt uns keine wahrheitsgemäßen Visionen mit.+ Redet schmeichlerisch* mit uns, habt trügerische Illusionen.+ 11  Verlasst den Weg, biegt vom Pfad ab. Lasst uns mit dem Heiligen Israels in Ruhe.‘ “+ 12  Deshalb sagt der Heilige Israels: „Weil ihr meine Worte ablehnt+und auf Betrug und Täuschung vertrautund euch darauf verlasst,+ 13  darum wird dieses Vergehen für euch zu einer rissigen Mauer,zu einer hohen, ausgebuchteten Mauer, die jederzeit einzustürzen droht. Sie wird ganz plötzlich zusammenbrechen, in einem Augenblick. 14  Sie wird zerbrochen werden wie ein großer Töpferkrug,so gründlich zerschmettert, dass unter den Stücken keine Scherbe übrig bleibt,um damit von der Feuerstelle Glut zu nehmenoder um Wasser aus einem Tümpel* zu schöpfen.“ 15  Denn das sagt der Souveräne Herr Jehova, der Heilige Israels: „Wenn ihr zu mir umkehrt und ruhig bleibt, werdet ihr gerettet werden. Eure Kraft wird im Ruhebewahren und im Vertrauen liegen.“+ Aber ihr wolltet nicht.+ 16  Stattdessen habt ihr gesagt: „Nein, wir werden auf Pferden fliehen!“ Ja, fliehen werdet ihr. „Auf schnellen Pferden werden wir reiten!“+ Darum werden eure Verfolger schnell sein.+ 17  1 000 werden vor der Drohung eines Einzelnen zittern.+ Fünf werden drohen und dann flieht ihr,bis das, was von euch übrig ist, einem Mast auf einem Berggipfel gleicht,einer Signalstange auf einem Hügel.+ 18  Doch Jehova wartet geduldig* darauf, euch seine Gunst zu schenken,+ er wird sich erheben, um euch Barmherzigkeit zu zeigen.+ Denn Jehova ist ein Gott der Gerechtigkeit.+ Glücklich sind alle, die sehnsüchtig auf ihn warten*.+ 19  Wenn das Volk in Zion, in Jerusalem, wohnt,+ wirst du auf keinen Fall weinen.+ Wenn du um Hilfe rufst, wird er ganz bestimmt Erbarmen haben. Sobald er deine Stimme hört, wird er dir antworten.+ 20  Obwohl Jehova dir Brot in Form von Not und Wasser in Form von Unterdrückung geben wird,+ wird sich dein Großer Lehrer* nicht mehr verbergen, und du wirst deinen Großen Lehrer+ mit eigenen Augen sehen. 21  Und mit deinen eigenen Ohren wirst du eine Stimme hinter dir sagen hören: „Das ist der Weg,+ geh ihn“, falls du nach rechts oder nach links abbiegen solltest.+ 22  Und du wirst den silbernen Überzug deiner Götzenbilder verunreinigen und den goldenen Überzug deiner Metallstatuen*.+ Du wirst sie wegwerfen wie die Binde einer Menstruierenden und zu ihnen sagen: „Weg mit euch!*+ 23  Er wird den Regen für deine Saat geben, mit der du den Boden besäst.+ Und das Brot, das der Boden erzeugt, wird reichlich und gehaltvoll* sein.+ Dein Vieh wird an jenem Tag auf großen Weideplätzen grasen.+ 24  Die Rinder und Esel, die den Boden bearbeiten, werden mit Sauerampfer gewürztes Futter fressen, das mit der Schaufel und der Gabel geworfelt wurde. 25  Und auf jedem hohen Berg und jedem hohen Hügel wird es Bäche und Wasserläufe geben+ am Tag der großen Schlacht, wenn die Türme fallen. 26  Das Licht des Vollmonds wird wie das Licht der Sonne werden. Und das Licht der Sonne wird siebenmal stärker werden,+ so wie das Licht von sieben Tagen, an dem Tag, an dem Jehova den Bruch* seines Volkes verbindet+ und die schwere Wunde heilt, die von seinem Schlag herrührt.+ 27  Seht! Jehova* kommt aus der Ferne,glühend vor Zorn und mit schweren Wolken. Lauter Empörung ist auf seinen Lippenund seine Zunge ist wie ein verzehrendes Feuer.+ 28  Sein Geist* ist wie ein überflutender Wildbach, der bis zum Hals reicht,um die Nationen im Sieb der Vernichtung* zu schütteln. Und die Völker werden einen Zaum im Maul haben,+ der sie in die Irre führt. 29  Doch dein Lied wird sein wie ein Lied der Nacht,der Nacht, in der du dich auf ein Fest vorbereitest*,+und dein Herz wird fröhlich sein wie bei jemandem,der sich mit einer Flöte* auf den Weg machtzum Berg Jehovas, zum Fels Israels.+ 30  Jehova wird seine majestätische Stimme+ hören lassenund seinen Arm sehen lassen,+ der in der Hitze des Zorns herabfährt,+mit der Flamme eines verzehrenden Feuers,+mit Wolkenbruch,+ Gewitter und Hagelsteinen.+ 31  Denn wegen der Stimme Jehovas wird Assyrien erschrecken.+ Gott wird es mit einem Stab schlagen.+ 32  Und jeder Schlag seines Stabes,mit dem Jehova Assyrien bestraft,wird von Tamburin- und Harfenspiel begleitet sein,+wenn er in der Schlacht seinen Arm gegen sie schwingt.+ 33  Denn sein Tọphet*+ ist schon vorbereitetund auch für den König bereit gemacht.+ Er hat den Holzstapel tief und weit gemachtmit einer Menge Feuer und Holz. Der Atem Jehovas, der wie ein Schwefelstrom ist,wird ihn anzünden.

Fußnoten

Wtl. „ein Trankopfer ausgießen“. Bezieht sich offensichtlich auf das Treffen einer Abmachung.
Oder „ohne meinen Mund zu befragen“.
Wtl. „in der Festung des Pharao“.
Wtl. „fliegenden Feuerschlange“.
Oder „Anleitung“.
Wtl. „glatt“.
Evtl. auch „Zisterne“.
Oder „harrt“.
Oder „die auf ihn harren“.
Oder „Großer Unterweiser“.
Oder „gegossenen Statuen“.
Evtl. auch „und sie als Dreck bezeichnen“.
Wtl. „saftig und fett“.
Oder „Zusammenbruch“.
Wtl. „Der Name Jehovas“.
Oder „Atem“.
Wtl. „Wertlosigkeit“.
Oder „für ein Fest heiligst“.
Oder „begleitet von Flötenspiel“.
Steht hier für einen symbolischen Ort, wo etwas verbrannt wird, d. h. für Vernichtung.