Hesekiel 26:1-21

  • Prophezeiung gegen Tyrus (1-21)

    • „Trockenplatz für Schleppnetze“ (5, 14)

    • Schutt ins Wasser geworfen (12)

26  Im 11. Jahr, am ersten Tag des Monats, erhielt ich eine Botschaft von Jehova. Sie lautete:  „Menschensohn, weil Tỵrus über Jerusalem gesagt hat:+ ‚Haha! Das Tor der Völker ist zerbrochen!+ Alles wird mir zufallen, und jetzt, wo die Stadt verwüstet ist, werde ich reich‘,  deshalb sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Ich bin gegen dich, Tỵrus, und ich werde viele Völker gegen dich anrücken lassen, so wie das Meer seine Wellen heranrollen lässt.  Sie werden die Mauern von Tỵrus zerstören und seine Türme niederreißen,+ und ich werde die Erde abkratzen und es zu einem glänzenden, kahlen Felsen machen.  Es wird zu einem Trockenplatz für Schleppnetze werden mitten im Meer.‘+ ‚Denn ich selbst habe gesprochen‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova, ‚und es wird zu Plündergut für die Völker werden.  Seine Siedlungen* auf dem Land werden durch das Schwert fallen, und man wird erkennen müssen, dass ich Jehova bin.‘  Denn das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Ich lasse König Nebukadnẹzar* von Babylon aus dem Norden gegen Tỵrus anrücken.+ Er ist ein König der Könige+ mit Pferden,+ Kriegswagen,+ Reitern und einem Heer mit vielen Soldaten*.  Er wird deine Siedlungen auf dem Land mit dem Schwert vernichten, ein Bollwerk errichten, eine Belagerungsrampe aufschütten und einen großen Schild gegen dich erheben.  Er wird mit seinem Rammbock* gegen deine Mauern anrennen und mit seinen Äxten* deine Türme niederreißen. 10  Er hat so viele Pferde, dass sie dich mit Staub bedecken werden, und der Lärm seiner Kavallerie, der Räder und der Wagen wird die Mauern erbeben lassen, wenn er durch deine Tore einzieht wie Männer, die eine Stadt mit durchbrochenen Mauern erstürmen. 11  Die Hufe seiner Pferde werden alle deine Straßen zertrampeln.+ Er wird dein Volk mit dem Schwert töten und deine gewaltigen Säulen werden zu Boden stürzen. 12  Man wird deine Schätze und Handelsgüter plündern+ und deine Mauern und eleganten Häuser niederreißen. Dann wird man deine Steine, deine Balken und deinen Schutt ins Wasser werfen.‘ 13  ‚Ich werde dem Lärm deiner Lieder ein Ende machen und den Klang deiner Harfen wird man nicht mehr hören.+ 14  Und ich werde dich zu einem glänzenden, kahlen Felsen machen und du wirst zu einem Trockenplatz für Schleppnetze werden.+ Du wirst nie wieder aufgebaut werden, denn ich, Jehova, habe gesprochen‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova. 15  Das sagt der Souveräne Herr Jehova zu Tỵrus: ‚Beim Lärm deines Sturzes, wenn die Sterbenden* stöhnen, wenn in deiner Mitte viele getötet werden, werden die Inseln dann nicht vor Angst zittern?+ 16  Alle Fürsten* des Meeres werden von ihren Thronen steigen, ihre prächtigen Mäntel* ablegen und ihre bestickten Gewänder abstreifen, und Zittern wird sie überfallen*. Sie werden auf dem Boden sitzen, ununterbrochen zittern und dich entsetzt anstarren.+ 17  Sie werden ein Trauerlied* über dich anstimmen+ und zu dir sagen: „Wie bist du doch zugrunde gegangen,+ die du von den Meeren her bewohnt wurdest, du gepriesene Stadt! Du und deine* Bewohner, ihr wart eine große Seemacht+und habt unter allen Bewohnern der Erde Schrecken verbreitet. 18  Die Inseln werden zittern am Tag deines Sturzes,die Inseln des Meeres werden bestürzt sein, wenn du nicht mehr da bist.“ ‘+ 19  Denn das sagt der Souveräne Herr Jehova: ‚Wenn ich dich verwüste wie die unbewohnten Städte, wenn ich die Fluten über dich hereinbrechen lasse und die gewaltigen Wassermassen dich bedecken,+ 20  werde ich dich und die, die mit dir ins Grab* hinabsteigen, zum Volk der alten Zeit bringen. Ich werde dich zusammen mit denen, die ins Grab hinabsteigen, an dem tiefsten Ort wohnen lassen,+ der wie die verwüsteten Orte aus alter Zeit ist, damit du nicht bewohnt wirst. Dann werde ich dem Land der Lebenden Herrlichkeit verleihen*. 21  Ich werde plötzlichen Schrecken über dich bringen und du wirst nicht mehr da sein.+ Man wird dich suchen, aber du wirst nie wieder gefunden werden‘, erklärt der Souveräne Herr Jehova.“

Fußnoten

Wtl. „Töchter“.
Wtl. „Nebukadrezar“, eine andere Schreibweise.
Wtl. „Völkern“.
Oder „Angriffsmaschine“.
Oder „Schwertern“.
Wtl. „Erschlagenen“.
Oder „Vorsteher“.
Oder „ärmellosen Obergewänder“.
Wtl. „kleiden“.
Oder „Totenklagelied“.
Wtl. „Sie und ihre“.
Wtl. „Grube“.
Oder „das . . . schmücken“.