6. FEBRUAR 2025
UKRAINE
Bruder Witalij Krjuschenko mit seiner Frau Olha
Ukraine: Witalij Krjuschenko wegen Wehrdienstverweigerung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt
Erster verurteilter Zeuge Jehovas seit Kriegsbeginn im Jahr 2022
Am 27. Januar 2025 trat Bruder Witalij Krjuschenko eine dreijährige Freiheitsstrafe wegen Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen an. Er ist der erste Zeuge Jehovas, der seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 aus diesem Grund inhaftiert wurde.
Bemerkenswerterweise garantiert Artikel 35 der ukrainischen Verfassung Personen, die den Wehrdienst aus persönlicher Überzeugung verweigern, das Recht auf einen Zivildienst. Trotz dieses Verfassungsrechts wurde Witalij zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Darüber hinaus drohen derzeit über 700 Brüdern in der Ukraine ähnliche Strafverfahren.
Nachdem Witalij im April 2024 einen Einberufungsbescheid erhalten hatte, bat er aufgrund seiner religiösen Überzeugung respektvoll darum, den Zivildienst durchführen zu dürfen. Dennoch wurde er im Juli 2024 wegen Wehrdienstverweigerung zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Witalij legte gegen die Entscheidung sofort ein Rechtsmittel ein, das vom Berufungsgericht Sumy jedoch zurückgewiesen wurde.
Witalij erzählt, was ihm dabei hilft, trotz dieser schwierigen Situation positiv zu bleiben: „In Markus 13:9 hat Jesus angekündigt, dass man uns vor Ortsgerichte bringen würde. Die aktuellen Ereignisse und der Krieg sind ein deutlicher Beweis dafür, dass wir in den letzten Tagen leben. Was ich erlebe, lehrt mich nicht nur, noch mehr auf Jehova zu vertrauen. Es ermöglicht mir auch, zur Heiligung seines Namens beizutragen.“
Brüder und Schwestern sind gekommen, um Witalij und seiner Frau während seines Strafverfahrens im Juli 2024 beizustehen
Wir beten für Witalij und alle anderen, die wegen ihrer neutralen Haltung mit einer Strafverfolgung rechnen müssen, und vertrauen darauf, dass unser himmlischer Vater ihr Seufzen hören und sie führen und beschützen wird (Psalm 79:11).

