17. APRIL 2025
RUSSLAND
Wladimir Melnik mit seiner Frau und seinen Töchtern (links), Wladimir Piskarjow (Mitte) und Artur Putinzew mit seiner Frau (rechts) nach der Entlassung aus der Haft
Drei Brüder in Russland aus der Haft entlassen
Am 9. April 2025 wurden unsere Glaubensbrüder Wladimir Melnik, Wladimir Piskarjow und Artur Putinzew aus der Haft entlassen. Sie waren am 13. Oktober 2023 zu einer Freiheitsstrafe von jeweils sechs Jahren verurteilt worden. Da sie sich seit Dezember 2020 in Haft befunden hatten, gelten ihre Freiheitsstrafen als verbüßt.
Wladimir Melnik wurde in ein Gefängnis verlegt, das fast 1400 km vom Prozessort entfernt lag. Das erschwerte es seiner Familie, ihn zu besuchen. Im Gefängnis verbrachte er auch Zeit in Einzelhaft. Wladimirs Frau Irina erklärt, was ihm half, durchzuhalten: „Wladimirs starker Glaube an alles, was Jehova versprochen hat, hat ihm geholfen, die vielen Schwierigkeiten zu ertragen. Durch regelmäßige Gebete konnte er seine Hoffnung fest im Blick behalten und wachsam bleiben.“
Wladimir Piskarjow telefoniert nach seiner Entlassung aus der Haft mit seiner Frau Tatjana, die zu Zwangsarbeit verurteilt wurde
Alle drei Brüder wurden vor fast viereinhalb Jahren von ihren Familien getrennt. Für Wladimir Piskarjow wird die Trennung weitergehen. Seine Frau Tatjana wurde am 1. März 2024 zu zwei Jahren und sechs Monaten Zwangsarbeit verurteilt und ist noch inhaftiert. Auf die Frage, wie sich ihre Lebenssituation auf sie und ihren Mann ausgewirkt hat, antwortete Tatjana: „In diesen schwierigen Zeiten ist unsere Liebe zu Jehova, zueinander und zu unseren Mitmenschen nur stärker geworden. Nichts kann daran etwas ändern.“
Artur Putinzew konnte viele Herausforderungen im Gefängnis mithilfe von christlichen Eigenschaften meistern. Seine Frau Ljudmila sagt: „Wenn es Probleme mit den Zellengenossen gab, teilte Artur sein Essen mit ihnen, kümmerte sich um sie und bemühte sich um gute Beziehungen zu ihnen. Er ist ein Friedensstifter.“ Artur und Ljudmila verspürten Jehovas Unterstützung auch durch ihre Glaubensfamilie. Ljudmila erzählt: „Jehova hat uns mit unseren Problemen nie allein gelassen. Diese Situation hat uns gezeigt: Ganz gleich, wie dramatisch sich unser Leben verändert, Jehova sorgt dafür, dass wir nie über unsere Kraft hinaus geprüft werden. Die Hauptsache ist, ihm voll und ganz zu vertrauen.“
Wir danken Jehova für seine liebevolle Unterstützung und Fürsorge diesen Brüdern und Schwestern gegenüber. Während wir weiter ausharren, sind wir zuversichtlich, dass Jehova „mit Gerechtigkeit und Recht für alle Unterdrückten“ handeln wird (Psalm 103:6).

