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8. JANUAR 2020
RUSSLAND

Russland: Staatsanwaltschaft fordert Freiheitsstrafe von sieben Jahren für Bruder Grigori Bubnow

Richterin Derewjagina am Nadeschinski-Bezirksgericht wird voraussichtlich am 21. Januar 2020 die Entscheidung im Fall von Bruder Grigori Bubnow bekannt geben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren für Bruder Bubnow. Sollte das Gericht dieser Forderung stattgeben, wäre das die höchste Strafe für einen unserer Glaubensbrüder in Russland, seit das Oberste Gericht 2017 die Tätigkeit von Jehovas Zeugen landesweit unter Strafe gestellt hat.

Bruder Bubnow wurde am 19. Juli 2018 festgenommen, als maskierte Polizeibeamte drei Wohnungen von Zeugen Jehovas in Rasdolnoje (Region Primorje im äußersten Osten Russlands) stürmten. Zehn Zeugen Jehovas wurden in Gewahrsam genommen, darunter Bruder Bubnow. Daraufhin wurde ein Strafverfahren gegen ihn eröffnet.

Die Staatsanwaltschaft wirft Bruder Bubnow fälschlicherweise vor, die Tätigkeit der ehemaligen Zentrale von Jehovas Zeugen in Russland organisiert zu haben, obwohl er nachweislich niemals dort tätig war. Zudem war Bruder Bubnow zu keiner Zeit Mitglied irgendeiner der Rechtskörperschaften von Jehovas Zeugen in Russland, die durch die Entscheidung des Obersten Gerichts im Jahr 2017 verboten und aufgelöst wurden. Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind somit haltlos.

Bruder Bubnow eingeschlossen, werden nun insgesamt 23 Brüder und Schwestern aus der Region Primorje strafrechtlich verfolgt. In ganz Russland stehen etwa 300 Zeugen Jehovas unter Anklage, weil sie friedlich ihren Glauben ausgeübt haben.

Es überrascht uns nicht, dass unsere Glaubensbrüder in Russland unter Ungerechtigkeit leiden. Wir wissen jedoch, dass unser himmlischer Vater auf unsere treuen Brüder und Schwestern achtgibt und ihnen den Mut und die Kraft zum Ausharren schenkt, die sie in dieser schweren Zeit brauchen (Prediger 5:8).