Einstellung der Bedienungshilfe

Search

Sprache auswählen

Zurück zum Untermenü

Zurück zum Inhalt

Jehovas Zeugen

Deutsch

Blinde in Afrika bekommen Hilfe

Blinde in Afrika bekommen Hilfe

In Entwicklungsländern haben blinde Menschen nicht immer die gleichen Möglichkeiten wie Blinde anderswo. Manchmal sind sie von der Gesellschaft ausgegrenzt und bekommen bei ganz alltäglichen Dingen nicht die Hilfe, die sie bräuchten. Beispielsweise kann es für sie recht schwierig sein, auf dem Markt einzukaufen und zu bezahlen oder mit dem Bus zu fahren. Das Gleiche gilt für das Lesen: Nicht alle Blinden können Braille (Blindenschrift) lesen. Und selbst wenn sie es können, ist es vielleicht gar nicht so leicht, etwas in ihrer Sprache zu finden.

Schon seit über 100 Jahren produzieren Jehovas Zeugen biblische Publikationen in Braille. Das tun sie seit einiger Zeit auch in Cewa — einer Sprache, die in Malawi gesprochen wird. Um damit anfangen zu können, wurde die erforderliche Ausrüstung für das Drucken und Binden von Blindenschriftartikeln von den Niederlanden nach Malawi geschickt.

Leo, der mit der Produktion von Publikationen in Braille Erfahrung hat, kam vom Zweigbüro der Zeugen Jehovas in Brasilien nach Malawi. Hier hat er ein fünfköpfiges Team darin geschult, sowohl mit der neuen Ausrüstung umzugehen als auch mit dem Computerprogramm, das von Zeugen Jehovas entwickelt wurde. Das Programm überträgt den Originaltext in die Blindenschrift. Damit das Programm funktioniert, musste erst eine Tabelle erstellt werden, die auf der einen Seite die Buchstaben in Cewa enthält und auf der anderen die entsprechenden Braillezeichen. Mithilfe des Programms wird der Text dann in die Blindenschrift übertragen und die Publikationen werden so gestaltet, dass sie für Blinde einfach zu lesen sind. Was sagen blinde Menschen in Malawi über ihre neuen Veröffentlichungen?

Munyaradzi, eine blinde junge Frau, arbeitet Teilzeit als Radiomoderatorin und hat ihre eigene Radiosendung. Sie setzt auch 70 Stunden im Monat für ihre Arbeit als Bibellehrerin ein. Sie sagt: „Früher habe ich die Literatur in Blindenschrift in Englisch bekommen. Aber jetzt gibt es sie auch in meiner Muttersprache, und das berührt mich sehr. Ich bin so dankbar dafür, dass meine Glaubensbrüder keine Kosten und Mühen gescheut haben, damit wir etwas in unserer Sprache lesen können. Das gibt mir das Gefühl, dass wir wirklich etwas wert sind und nicht vergessen wurden.“

Francis ist ein blinder Zeuge Jehovas, der im Norden von Malawi wohnt. Früher war er immer darauf angewiesen, dass andere ihm etwas vorlesen. Als er dann das erste Mal in seiner Muttersprache Cewa eine Publikation in Blindenschrift in den Händen hielt, war er außer sich vor Freude: „Träum ich, oder ist das wahr? Das ist einfach unglaublich!“

Loyce ist auch blind; sie ist Vollzeitpredigerin. Sie konnte schon 52 Menschen helfen, eine bessere Lebensqualität zu bekommen. Wie das? Sie gibt Bibelunterricht und benutzt dabei Kursmaterial in Blindenschrift, während ihre Studenten das normal gedruckte Material verwenden, das ebenfalls von Jehovas Zeugen kommt.

Loyce gibt Bibelunterricht

Leo aus Brasilien, der schon zuvor erwähnt wurde, beschreibt seine Eindrücke so: „Es ist ein unglaublich tolles Gefühl und macht einfach zufrieden, wenn man blinden Menschen eine biblische Publikation in Braille in die Hand gibt und dann ihre Reaktion beobachtet. Viele von ihnen sagen, dass sie Jehova sehr dankbar sind und dass sie glücklich sind. Sie können sich jetzt selbstständig auf die Zusammenkünfte und den Predigtdienst vorbereiten. Sie sind nicht mehr von jemandem abhängig, der ihnen vorliest. Jetzt können sie wirklich von einem persönlichen Bibelstudium sprechen. Sie können ihrer Familie viel besser helfen, im Glauben stark zu sein. Mit den Publikationen in Braille können sie Jehova noch besser kennenlernen.“

Mehr dazu

Der Name Gottes in Swahili

Wie der Gottesname Jehova seinen rechtmäßigen Platz in der Swahili-Bibel bekam.

Kann man Gott sehen?

Ja, und zwar mit „den Augen des Herzens“.