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Jehovas Zeugen

Deutsch

Damit sich unsere Leser immer ein Bild machen können ...

In den Publikationen von Jehovas Zeugen findet man auf vielen Seiten passend zum Text farbige Bilder. Doch das war nicht immer so: Die erste Ausgabe von Zion’s Watch Tower (1879) enthielt überhaupt keine Bilder. Und bis auf eine Zeichnung oder ein Schwarz-Weiß-Foto hier und da bestanden unsere Publikationen einige Jahrzehnte lang im Grunde nur aus Text.

Mittlerweile spielen Bilder eine zentrale Rolle. Ein Großteil des Bildmaterials, das man auf dieser Website oder in unseren Printmedien sehen kann, stammt von Künstlern und Fotografen aus unseren eigenen Reihen. Im Vorfeld werden sorgfältige Recherchen angestellt, um ein korrektes Bild von der jeweiligen Zeit und wichtige Lehrpunkte aus der Bibel zu vermitteln.

Nehmen wir als Beispiel einmal das Bild zu diesem Artikel, das erstmals in dem Buch Legt gründlich Zeugnis ab für Gottes Königreich (Kapitel 19) erschien. Die dargestellte Szene spielt im alten Korinth. Wie in Apostelgeschichte 18 beschrieben, wird Paulus zum Richterstuhl geführt — wahrscheinlich das sogenannte Bema. Bei der Recherchearbeit fand man einige Details über dieses Marmorbauwerk heraus, unter anderem, welche Farbe der Marmor hatte und wie alles angeordnet war. Man informierte sich auch über die Kleidung der Römer im ersten Jahrhundert. Deshalb trägt der Prokonsul Gallio (zu sehen in der Bildmitte) eine Toga mit Purpurborte, darunter eine Tunika, und die dazu üblichen Schuhe (calcei). Die Rechercheure fanden auch heraus, dass Gallio höchstwahrscheinlich in Richtung Nordwesten geschaut hat. So konnte sich der Künstler eine Vorstellung vom Lichteinfall machen.

Wie behält man den Überblick?

Die Bilder und die dazugehörigen Nachforschungen werden von uns katalogisiert, für den Fall, dass wir sie erneut verwenden möchten. Viele Jahre lang haben wir die Zeichnungen und das gesamte Bildmaterial in großen Umschlägen unter dem Namen der Publikation archiviert, in der das Bild erschien. Fotos wurden nach Themenbereichen geordnet. Nur: Je größer das Archiv wurde, desto schwieriger wurde es, ein Bild wieder zu finden.

Seit 1991 nutzen wir nun unsere eigene durchsuchbare Datenbank, die unseren individuellen Bedürfnissen entspricht. Dieses sogenannte Image Services System enthält mittlerweile über 440 000 Bilder. Außer dem bereits veröffentlichten Bildmaterial gibt es in der Datenbank noch Tausende weitere Fotos, die man vielleicht später einmal verwenden möchte.

Jede Menge Details werden festgehalten, zum Beispiel, wann und wo das Bild schon verwendet wurde, die Namen der Personen, die darauf zu sehen sind, und welche Zeit es darstellen soll. Passende Bilder schnell zu finden macht sich vor allem dann bezahlt, wenn neue Veröffentlichungen vorbereitet werden.

Manchmal erwerben wir auch die Nutzungsrechte an kommerziellen Bildern. Brauchen wir beispielsweise eine Darstellung von den Saturnringen für einen Artikel in Erwachet!, sucht unsere Bildredaktion ein geeignetes Bild heraus und kontaktiert den Urheber, damit wir es nutzen dürfen. Manche überlassen uns das Nutzungsrecht kostenlos, weil sie unsere weltweite Bibelarbeit honorieren wollen. Andere möchten, dass wir eine Lizenzgebühr zahlen oder einen Bildnachweis einfügen. Sobald alles geklärt ist, wird das Bild in der Publikation verwendet und in unserer Datenbank katalogisiert.

Einiges von dem, was wir heute veröffentlichen, besteht fast nur noch aus Bildern. Zum Beispiel die Bibelgeschichten in Bildern auf unserer Website oder Bilderbroschüren wie Höre auf Gott, wo mit wenigen Worten Wichtiges vermittelt wird. Ob gedruckt oder online — alle unsere Publikationen sind dafür da, Menschen die Bibel näherzubringen.