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Jehovas Zeugen

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Auf der Baustelle Warwick mit Zeugen Jehovas

Auf der Baustelle Warwick mit Zeugen Jehovas

Die Einstellung der freiwilligen Helfer auf der Baustelle in Warwick hat viele beeindruckt. So sagte zum Beispiel der Direktor der Fahrstuhlfirma, die für das Projekt engagiert wurde: „Was Ihr Team leistet, ist außergewöhnlich. Die meisten Leute setzen ihre Zeit nicht für Freiwilligenarbeit ein.“

Er und andere hörten davon, dass die Arbeiter, die die Weltzentrale von Jehovas Zeugen in Warwick bauen, hauptsächlich freiwillige Helfer sind. Sie dachten dann, dass Zeugen Jehovas aus der umliegenden Gegend an den Wochenenden auf der Baustelle mithelfen würden. Doch was sie dann erfuhren, überraschte sie sehr: Viele Zeugen Jehovas kamen aus allen Teilen des Landes, um für Monate oder sogar Jahre bei dem Projekt mitzumachen; einige hatten dafür sogar ihre Arbeit aufgegeben.

Bis Ende 2015 kamen rund 23 000 Zeugen Jehovas nach Warwick, um freiwillig mit Arbeitern vom Zweigbüro der Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten. Außerdem unterstützten 750 Bauarbeiter, die keine Zeugen Jehovas sind, das Projekt, damit der Zeitplan eingehalten werden konnte. Durch die enge Zusammenarbeit mit Zeugen Jehovas bekamen viele der Dienstleister einen tiefen und positiven Eindruck.

Die wohltuende Wirkung der Umgebung

Ein Manager einer Firma, die Fenster- und Fassadensysteme herstellt, schrieb: „Jeder aus unserer Firma, der an diesem Projekt beteiligt ist, staunt über die Einstellung der Mitarbeiter. Viele von uns wollen genau deswegen bei dem Projekt mitarbeiten.“

Eine Firma stellte Personal für den Bau der Wohngebäude. Als der Vertrag mit der Firma auslief, wollten drei der Arbeiter aber unbedingt auf der Baustelle in Warwick bleiben. Sie kündigten bei ihrem Arbeitgeber und fingen bei einer anderen Firma an, die immer noch auf der Baustelle zu tun hatte.

Bei den Zeugen Jehovas konnte man die Eigenschaften eines Christen deutlich sehen, und das hatte einen positiven Einfluss auf einige der Arbeiter. Ein Mann beispielsweise arbeitete für eine Firma, die für die Fundamente der Gebäude zuständig war. Nachdem er ein paar Monate in Warwick gearbeitet hatte, bemerkte seine Frau, dass er sich zu Hause anders verhielt und anders sprach. Sie war sehr froh und meinte: „Er ist kaum wiederzuerkennen.“

„Selbst die Frauen der Zeugen Jehovas kommen“

Viele der Zeugen Jehovas, die auf der Baustelle arbeiteten, waren Frauen. Sie waren aber nicht nur für Reinigungs- oder Büroarbeiten zuständig, sondern fuhren Busse, regelten den Verkehr, arbeiteten mit Baumaschinen und -geräten, verbanden Glasfaserkabel miteinander, isolierten Leitungen und Rohre, brachten Gipskartonwände an und verspachtelten sie, gossen Beton und machten Klempnerarbeiten. Sie legten sich richtig ins Zeug.

Einem Dachdecker (kein Zeuge Jehovas) fiel auf, dass sich manche Ehepaare an den Händen hielten, wenn sie aus den Bussen stiegen und zur Arbeit gingen. Davon war er sehr berührt. Und er bemerkte auch, wie unermüdlich die Frauen arbeiteten. Seinen Eindruck schildert er wie folgt: „Man könnte zunächst denken, die Frauen würden ihre Männer nur zur Arbeit begleiten. Aber wenn es an die Arbeit geht, packen sie richtig an. Ich hab auf allen möglichen Baustellen in New York gearbeitet, aber so etwas habe ich noch nie gesehen.“

Der Winter 2014/15 war ungewöhnlich hart. Man wollte lieber zu Hause bleiben, als draußen den ganzen Tag in der eisigen Kälte zu arbeiten. Jeremy, ein Zeuge Jehovas, war mit der Bauleitung beauftragt und erinnert sich: „An besonders kalten Tagen — wir arbeiteten gerade an einem Fundament — fragte mich ein Polier einer Baufirma hin und wieder: ‚Sind eure Frauen morgen auf der Baustelle?‘

‚Ja.‘

‚Auch die, die draußen den Verkehr regeln?‘

‚Ja.‘

Später erzählte er, dass er seine Männer aufforderte, zur Arbeit zu kommen, weil selbst die Frauen der Zeugen Jehovas kommen würden.

Die Busfahrer liebten ihre Arbeit

Für den Transport der Helfer von ihren Unterkünften zur Baustelle und wieder zurück wurden über 35 Busfahrer benötigt.

Einer der Fahrer stand vor einer Fahrt auf und dreht sich zu seinen Passagieren um. „Ich fahre euch sehr gern“, sagte er. „Bitte schickt meinem Chef doch eine E-Mail und sagt ihm, dass er mich auf dieser Tour lassen soll. Ich habe so viel von euch über die Bibel gelernt. Bevor ich euch traf, kannte ich weder Gottes Namen noch wusste ich, dass es ein Paradies auf der Erde geben wird. Ich habe keine Angst mehr vor dem Tod. Das ist eine unglaubliche Erfahrung für mich. An meinem nächsten freien Tag werdet ihr mich auf jeden Fall im Königreichssaal sehen.“

Damiana, eine Zeugin Jehovas, die ebenfalls in Warwick mitgeholfen hatte, berichtete: „Nachdem wir alle in den Bus eingestiegen waren, sagte unser Fahrer, er würde gern noch ein paar Worte an uns richten. Er meinte, er hätte bereits 4 000 Zeugen Jehovas zu unseren verschiedenen Orten in New York und wieder zurück gefahren. ‚Jeder hat ja so seine kleinen Eigenheiten‘, sagte er, ‚aber ihr gleicht eure Unterschiede aus und arbeitet Seite an Seite. Das ist eine tolle Sache.‘ Er meinte auch, es habe ihm sehr gefallen, sich mit uns zu unterhalten.

Als er mit seiner Rede fertig war, fragte einer der Zeugen Jehovas im Bus: ‚Mögen Sie es, wenn wir singen?‘

Mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht sagte er: ‚Ja! Sollen wir mit Lied 134 anfangen?‘“ *

^ Abs. 22 Lied 134 aus dem Buch Singt Lieder für Jehova hat das Thema „Siehst du dich in der neuen Welt?“. Es beschreibt, worüber sich alle freuen, die in Gottes neuer Welt leben werden.

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