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BIBELVERSE ERKLÄRT

Römer 12:12 – „Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“

 „Freut euch in der Hoffnung. Harrt in Schwierigkeiten aus. Hört nicht auf zu beten“ (Römer 12:12, Neue-Welt-Übersetzung).

 „Freut euch in der Hoffnung, seid geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet!“ (Römer 12:12, Einheits­übersetzung 2016).

Die Bedeutung von Römer 12:12

 In diesem Vers ermuntert der Apostel Paulus die Christen in Rom, drei Dinge zu tun, die ihnen dabei helfen würden, unter Verfolgung und anderen Schwierigkeiten treu zu bleiben.

 „Freut euch in der Hoffnung.“ Christen haben die wunderbare Hoffnung auf ewiges Leben – einige auf Leben im Himmel und die meisten auf Leben im Paradies auf der Erde (Psalm 37:29; Johannes 3:16; Offenbarung 14:1-4; 21:3, 4). Teil dieser Hoffnung ist es zu erleben, wie Gottes Königreich a alle Probleme lösen wird, unter denen die Menschen heute leiden (Daniel 2:44; Matthäus 6:10). Daher können Gottes Diener auch in Schwierigkeiten ihre Freude bewahren, weil sie sich ihrer Hoffnung sicher sind und wissen, dass ihr Ausharren Gottes Anerkennung bringt (Matthäus 5:11, 12; Römer 5:3-5).

 „Harrt in Schwierigkeiten aus.“ Das griechische Verb für „ausharren“ wird in der Bibel oft im Sinne von „bleiben statt fliehen“, „durchhalten“ oder „standhaft bleiben“ gebraucht. Nachfolger Jesu sind „kein Teil der Welt“ b. Deshalb stellen sie sich auf Verfolgung ein und harren aus (Johannes 15:18-20; 2. Timotheus 3:12). Wenn ein Christ Gott auch in schwierigen Zeiten treu bleibt, stärkt das seinen Glauben daran, dass ihm Gottes Belohnung sicher ist (Matthäus 24:13). Diese Überzeugung gibt ihm wiederum die Kraft, weitere Schwierigkeiten mit Geduld und Freude durchzustehen (Kolosser 1:11).

 „Hört nicht auf zu beten.“ Christen werden immer wieder aufgefordert zu beten, um Gott treu bleiben zu können (Lukas 11:9; 18:1). Sie bitten Gott stets um Leitung und verlassen sich in allen Lebensbereichen auf ihn (Kolosser 4:2; 1. Thessalonicher 5:17). Sie halten seine Gebote und bemühen sich, ihm in allem zu gefallen. Daher sind sie sicher, dass Gott ihre Bitten erhört (1. Johannes 3:22; 5:14). Auch wissen sie, dass sie die nötige Kraft bekommen, um unter allen Umständen treu zu bleiben, solange sie nicht aufhören zu beten (Philipper 4:13).

Römer 12:12 im Zusammenhang

 Paulus schrieb seinen Brief um das Jahr 56 an die Christen in Rom. Im Kapitel 12 gibt er praktischen Rat, wie man sich als Nachfolger Christi verhält, wie man mit Glaubensbrüdern und anderen umgeht und wie man friedfertig auf Verfolgung reagiert (Römer 12:9-21). Für die Christen in Rom kam dieser Rat zur rechten Zeit, denn schon kurz darauf waren sie brutaler Verfolgung ausgesetzt.

 Im Jahr 64 wurde Rom von einem großen Feuer verwüstet. Gerüchten zufolge war Kaiser Nero dafür verantwortlich. Der römische Historiker Tacitus berichtete, dass Nero, um sich zu schützen, die Schuld dafür den Christen zuschob. Das löste eine heftige Verfolgungswelle gegen sie aus. Der Rat des Apostel Paulus half den Christen, unter Verfolgung auszuharren und diese schwierige Zeit mit Glauben und Würde durchzustehen (1. Thessalonicher 5:15; 1. Petrus 3:9). Sie sind ein nachahmenswertes Vorbild für Christen heute.

 Dieses kurze Video gibt einen Überblick über das Bibelbuch Römer.

a Gottes Königreich ist die himmlische Regierung, die Gott eingesetzt hat, um seinen Vorsatz für die Erde umzusetzen. Mehr Informationen dazu bietet der Artikel „Was ist das Reich Gottes?

b In der Bibel bezieht sich der Ausdruck „Welt“ manchmal auf die von Gott entfremdete menschliche Gesellschaft.