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 STUDIENARTIKEL 11

Höre auf Jehovas Stimme

Höre auf Jehovas Stimme

„Das ist mein Sohn . . . Hört auf ihn“ (MAT. 17:5, NW, 2013)

LIED 89 Glücklich ist, wer hört und danach lebt

VORSCHAU *

1, 2. (a) Wie kommuniziert Jehova mit Menschen? (b) Worum geht es in diesem Artikel?

JEHOVA kommuniziert gern mit uns. Früher gebrauchte er Propheten, Engel und seinen Sohn, Jesus Christus, um uns seine Gedanken mitzuteilen (Am. 3:7; Gal. 3:19; Offb. 1:1). Heute tut er das durch die Bibel. Er hat sie uns geschenkt, damit wir erfahren können, wie er denkt und handelt.

2 Als Jesus auf der Erde war, sprach Jehova bei drei Gelegenheiten vom Himmel aus. Gehen wir näher darauf ein, was er damals sagte, was wir aus seinen Worten lernen können und wie sie uns zugutekommen.

„DU BIST . . . MEIN GELIEBTER SOHN“

3. Was sagte Jehova gemäß Markus 1:9-11 bei Jesu Taufe, und welche Kernaussagen stecken darin?

3 Markus 1:9-11 berichtet von der ersten Gelegenheit, bei der Jehova vom Himmel aus sprach. (Lies.) Er sagte: „Du bist mein Sohn, mein geliebter Sohn. Ich habe Gefallen an dir.“ Es muss Jesus sehr berührt haben, als sein Vater ihm seine Liebe und sein Vertrauen versicherte! In Jehovas Worten stecken drei Kernaussagen. Erstens: Jesus ist sein Sohn. Zweitens: Jehova liebt seinen Sohn. Und drittens: Jehova hat Gefallen an seinem Sohn. Sehen wir uns diese drei Aussagen genauer an.

4. Auf welche neue Art wurde Jesus bei seiner Taufe Gottes Sohn?

4 „Du bist mein Sohn.“ Mit diesen Worten brachte Jehova zum Ausdruck, dass Jesus nun in einem neuen Verhältnis zu ihm stand. Als Jesus im Himmel lebte, war er  als Geistwesen bereits Gottes Sohn. Bei seiner Taufe wurde er jedoch mit heiligem Geist gesalbt und hatte nun als Gottes gesalbter Sohn die Aussicht, in den Himmel zurückzukehren, um der von Gott ernannte König und Hohe Priester zu werden (Luk. 1:31-33; Heb. 1:8, 9; 2:17). Jehova hatte also allen Grund, bei Jesu Taufe zu sagen: „Du bist mein Sohn“ (Luk. 3:22).

Lob und Ermunterung lassen uns aufblühen (Siehe Absatz 5) *

5. Was für ein Vorbild gibt uns Jehova, was Lob und Ermutigung angeht?

5 „Du bist . . . mein geliebter Sohn.“ Jehovas Vorbild erinnert uns daran, so wie er nach Gelegenheiten zu suchen, anderen Liebe zu zeigen und Mut zu machen (Joh. 5:20). Wenn jemand, den wir gern haben, uns Liebe zeigt und uns lobt, lässt uns das aufblühen. Genauso brauchen auch unsere Glaubensbrüder und unsere Familie von uns Liebe und Ermutigung. Loben wir andere, dann stärken wir sie im Glauben und helfen ihnen, Jehova treu zu dienen. Besonders Kinder brauchen Ermutigung. Wenn Eltern ihre Kinder ehrlich loben und ihnen Liebe zeigen, dann blühen die Kinder auf.

6. Warum können wir auf Jesus Christus vertrauen?

6 „Ich habe Gefallen an dir.“ Wie diese Worte zeigen, vertraute Jehova darauf, dass Jesus den Willen seines Vaters treu ausführen würde. Da Jehova seinem Sohn so vertraut, können auch wir ganz sicher sein, dass Jesus alle Versprechen Jehovas wahr machen wird (2. Kor. 1:20). Über Jesu Beispiel nachzudenken bestärkt uns darin, von ihm zu lernen und seinen Fußspuren zu folgen. Wie Jehova Jesus vertraute, so vertraut er auch  darauf, dass seine Diener als Gruppe weiter von seinem Sohn lernen (1. Pet. 2:21).

„HÖRT AUF IHN!“

7. Bei welcher Gelegenheit war laut Matthäus 17:1-5 Jehovas Stimme vom Himmel zu hören, und was sagte er?

7 Lies Matthäus 17:1-5. Das zweite Mal war Jehovas Stimme zu hören, als Jesus „verwandelt“ wurde. Jesus hatte Petrus, Jakobus und Johannes mit auf einen hohen Berg genommen. Dort sahen sie Jesus in einer beeindruckenden Vision. Sein Gesicht leuchtete und seine Kleidung glänzte. Zwei Gestalten, die Moses und Elia darstellten, sprachen dann mit Jesus über seinen bevorstehenden Tod und seine Auferstehung. Die drei Apostel, die eben noch „vom Schlaf überwältigt worden“ waren, waren bei der Vision wieder hellwach (Luk. 9:29-32, NW, 2013). Plötzlich bedeckte sie eine helle Wolke und aus ihr kam eine Stimme – Gottes Stimme. Wie schon bei Jesu Taufe, drückte Jehova auch hier seine Liebe zu seinem Sohn und seine Anerkennung aus. Er sagte: „Das ist mein Sohn, mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen habe.“ Doch diesmal fügte er hinzu: „Hört auf ihn!“

8. Wie wirkte sich die Vision auf Jesus und die Jünger aus?

8 Diese Vision gab eine Vorschau auf Jesu Herrlichkeit und Macht als König von Gottes Königreich. Das muss Jesus für die Leiden und den qualvollen Tod, die vor ihm lagen, viel Kraft und Mut gegeben haben. Außerdem stärkte es den Glauben der Jünger und gab ihnen Kraft für die vor ihnen liegenden Prüfungen und die vielen Jahre harter Arbeit. Petrus erwähnte die Verwandlungsszene rund 30 Jahre später, sie muss ihm also noch lebhaft im Sinn gewesen sein (2. Pet. 1:16-18).

9. Welche wertvollen Hinweise gab Jesus seinen Jüngern?

9 „Hört auf ihn!“ Jehova machte deutlich, dass wir auf das hören sollen, was sein Sohn sagt. Als Jesus auf der Erde war, sagte er vieles, auf das es sich zu hören lohnt. Zum Beispiel lehrte er seine Nachfolger liebevoll, wie sie die gute Botschaft bekannt machen sollten, und erinnerte sie mehrmals daran, wachsam zu bleiben (Mat. 24:42; 28:19, 20). Auch spornte er sie an, sich mit aller Kraft zu bemühen und nicht aufzugeben (Luk. 13:24). Er betonte, wie wichtig es ist, dass seine Nachfolger einander lieben, auf ihre Einheit achten und seine Gebote halten (Joh. 15:10, 12, 13). Das waren wirklich gute Hinweise! Und sie sind heute noch genauso wertvoll wie damals.

10, 11. Wie zeigt sich, dass wir auf Jesus hören?

10 Jesus sagte: „Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Joh. 18:37). Woran zeigt sich, dass wir auf seine Stimme hören? Wir sind bereit, „einander zu ertragen und einander bereitwillig zu vergeben“ (Kol. 3:13; Luk. 17:3, 4). Außerdem predigen wir eifrig die gute Botschaft – in günstigen und in schwierigen Zeiten (2. Tim. 4:2).

11 Jesus sagte: „Meine Schafe hören auf meine Stimme“ (Joh. 10:27). Die Nachfolger von Jesus hören nicht nur, was er sagt, sondern handeln auch danach. Sie lassen sich nicht durch die „Sorgen des Lebens“ ablenken (Luk. 21:34). Selbst unter schwierigen Umständen ist es für sie äußerst wichtig, Jesu Gebote zu befolgen. Viele unserer Brüder machen  Schlimmes durch, wie etwa Angriffe von Gegnern, extreme Armut oder Naturkatastrophen. Doch sie bleiben Jehova treu – koste es, was es wolle. Ihnen sichert Jesus zu: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt. Wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden, und ich will ihn lieben und mich ihm deutlich zeigen“ (Joh. 14:21).

Unser Dienst hilft uns, fokussiert zu bleiben (Siehe Absatz 12) *

12. Wie zeigt sich noch, dass wir auf Jesus hören?

12 Woran erkennt man noch, dass wir auf Jesus hören? Daran, dass wir mit denen zusammenarbeiten, denen er die Führung übertragen hat (Heb. 13:7, 17). In Gottes Organisation gab es in letzter Zeit viele Neuerungen, zum Beispiel bei den Werkzeugen und Methoden für den Predigtdienst, beim Ablauf der Zusammenkunft unter der Woche und beim Bau, bei der Renovierung und der Instandhaltung von Königreichssälen. Wie viel Liebe und Überlegung da doch hineingeflossen ist! Wir können sicher sein: Jehova wird uns segnen, wenn wir uns anstrengen, die Anleitung von Jehovas Organisation zu befolgen.

13. Warum ist es gut, auf Jesus zu hören?

13 Es ist gut für uns, auf alles zu hören, was Jesus sagte. Er versprach seinen Jüngern, seine Lehren würden ihnen Kraft geben: „Ihr werdet neue Kraft gewinnen. Denn mein Joch ist angenehm zu tragen und meine Last ist leicht“ (Mat. 11:28-30, NW, 2013). Gottes Wort – dazu gehören auch die vier Evangelien über Jesu Leben und Dienst – gibt uns Kraft, es stärkt uns im Glauben und macht uns weise (Ps. 19:7; 23:3). Jesus sagte: „Glücklich ist, wer Gottes Wort hört und danach lebt!“ (Luk. 11:28, NW, 2013).

JEHOVA VERHERRLICHT SEINEN NAMEN

14, 15. (a) Was war laut Johannes 12:27, 28 die dritte Gelegenheit, bei der Jehova vom Himmel aus sprach? (b) Warum haben Jehovas Worte Jesus sicher beruhigt und ihm gutgetan?

14 Lies Johannes 12:27, 28. Das Johannesevangelium berichtet über eine dritte Gelegenheit, bei der Jehova aus dem Himmel sprach. Jesus war einige Tage vor seinem Tod in Jerusalem, um sein letztes Passah zu feiern. Er sagte: „Ich [bin] sehr aufgewühlt.“ Dann betete er: „Vater, verherrliche deinen Namen.“ Sein  Vater antwortete vom Himmel: „Ich habe ihn verherrlicht und werde ihn wieder verherrlichen.“

15 Jesus war aufgewühlt, weil er die große Verantwortung verspürte, Jehova treu zu bleiben. Er wusste, er würde brutal ausgepeitscht und grausam hingerichtet werden (Mat. 26:38). Aber für ihn war das Wichtigste, den Namen seines Vaters zu verherrlichen. Jesus wurde Gotteslästerung vorgeworfen und er war besorgt darüber, dass sein Tod Gott Schande machen würde. Wie beruhigend Jehovas Worte für ihn gewesen sein mussten! Der Name Jehovas würde auf jeden Fall verherrlicht werden. Jehovas Worte müssen Jesus wirklich gutgetan und ihn für das bevorstehende Leiden sehr gestärkt haben. Jesus war vielleicht der Einzige der Anwesenden, der verstand, was sein Vater damals sagte. Doch Jehova sorgte dafür, dass seine Worte für uns aufgeschrieben wurden (Joh. 12:29, 30).

Jehova wird seinen Namen verherrlichen und sein Volk befreien (Siehe Absatz 16) *

16. Warum sind wir manchmal besorgt darüber, dass Schande auf Jehovas Namen gebracht wird?

16 Vielleicht sind wir wie Jesus besorgt darüber, dass Schande auf Jehovas Namen gebracht wird. Womöglich werden wir wie Jesus ungerecht behandelt. Oder wir sind wegen unwahrer Geschichten beunruhigt, die von Gegnern verbreitet werden. Wir überlegen, was für ein schlechtes Licht dadurch auf Jehovas  Namen und seine Organisation geworfen wird. Jehovas Worte sind da sehr beruhigend. Wir brauchen uns keine unnötigen Sorgen zu machen. Der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird unser Herz und unsere Denkkraft durch Christus Jesus behüten (Phil. 4:6, 7). Jehova wird seinen Namen auf jeden Fall verherrlichen. Durch das Königreich wird er allen Schaden, den Satan und die heutige Welt bei Gottes treuen Dienern anrichten, wiedergutmachen (Ps. 94:22, 23; Jes. 65:17).

AUF JEHOVAS STIMME ZU HÖREN KOMMT UNS HEUTE ZUGUTE

17. Wie spricht Jehova heute zu uns, passend zu Jesaja 30:21?

17 Jehova spricht heute immer noch zu uns. (Lies Jesaja 30:21.) Natürlich hören wir keine Stimme vom Himmel. Aber Jehova gibt uns Anleitung durch sein Wort, die Bibel. Außerdem bewegt er durch seinen Geist den „treuen Verwalter“, seine Diener kontinuierlich mit Nahrung zu versorgen (Luk. 12:42). Und davon bekommen wir eine ganze Menge, ob gedruckt oder online, als Videos oder Tonaufnahmen!

18. Welche Gewissheit geben uns Jehovas Worte, und wie machen sie uns Mut?

18 Vergessen wir nie, was Jehova sagte, als sein Sohn auf der Erde war! Gottes eigene Worte in der Bibel sollten uns die Gewissheit geben, dass er Herr der Lage ist und allen Schaden, den Satan und seine schlechte Welt bei uns anrichten, wiedergutmachen wird. Nehmen wir uns deshalb fest vor, aufmerksam auf Jehovas Stimme zu hören. Dann können wir alle Probleme, die wir jetzt haben, und das, was noch auf uns zukommt, erfolgreich durchstehen. Die Bibel sagt: „Ihr müsst ausharren, damit ihr den Willen Gottes ausführen und dann die Erfüllung des Versprechens erleben könnt“ (Heb. 10:36, NW, 2013).

LIED 4 „Jehova ist mein Hirte“

^ Abs. 5 Als Jesus auf der Erde war, sprach Jehova bei drei Gelegenheiten vom Himmel aus. Bei einer dieser Gelegenheiten sagte Jehova zu Jesu Jüngern, sie sollten auf seinen Sohn hören. Heute spricht Jehova durch die Bibel zu uns, in der auch Jesu Lehren enthalten sind, sowie durch seine Organisation. Dieser Artikel zeigt, warum es gut für uns ist, auf Jehova und Jesus zu hören.

^ Abs. 52 BILDBESCHREIBUNG: Ein Ältester beobachtet, wie ein Dienstamtgehilfe vor dem Königreichssaal sauber macht und wie er bei der Literaturausgabe mithilft. Der Älteste lobt den Bruder von Herzen.

^ Abs. 54 BILDBESCHREIBUNG: Ein Ehepaar in Sierra Leone gibt einem Fischer eine Einladung zu den Zusammenkünften.

^ Abs. 56 BILDBESCHREIBUNG: In einem Land, wo unsere Tätigkeit eingeschränkt ist, treffen sich Zeugen Jehovas in einer Privatwohnung. Sie sind leger gekleidet, um keine Aufmerksamkeit zu erregen.