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„Ich bin nicht tot“

„Ich bin nicht tot“

 „Ich bin nicht tot“

„Steh nicht am Grab, die Augen rot,

ich bin nicht dort,

ich bin nicht tot“

● Der eine oder andere hat dieses Gedicht vielleicht schon einmal gelesen oder es als Lied gehört. Auf der ganzen Welt haben Menschen durch diese Worte Trost gefunden. Im Lauf der Jahre ist das Gedicht den verschiedensten Verfassern zugeschrieben worden; manche halten es sogar für ein Trauergebet der Navajo.

Vor einigen Jahren wurde daraus in Japan ein Nummer-eins-Hit, das Lied hat aber auch für einige Verwirrung gesorgt. Der Japaner geht üblicherweise zu seinem Familiengrab, um verstorbene Verwandte zu ehren, die, wie er meint, dort noch leben. Das Lied besagt ja etwas anderes, und so haben sich viele gefragt: „Wo sind denn nun die Toten?“

Im japanischen Buddhismus kennt man Totenwachen, Trauerfeiern und Gedenkfeiern für den Verstorbenen schon sehr lange. Dennoch können die meisten Buddhisten nicht erklären, wo sich die Toten befinden. Und sie wissen auch keine Antwort auf Fragen wie „Was ist mit den Toten anderer Religionen und Nationalitäten? Gehen sie an den gleichen Ort?“ oder „Wieso kommt von den Verstorbenen nicht die geringste Reaktion?“.

So mancher hält es für reine Zeitverschwendung, sich mit solchen Fragen zu beschäftigen, denn sie würden sich sowieso nicht beantworten lassen. Aber vielleicht fragen Sie, lieber Leser, sich ja doch, was mit uns passiert, wenn wir sterben. Nur, woher soll man das wissen? Nach der Bibel erhielten die ersten beiden Menschen ein wunderschönes Zuhause hier auf der Erde. Sie waren von Gott vollkommen erschaffen worden und hätten für immer im Paradies leben können — wenn sie auf Gott gehört hätten. Genau das taten sie allerdings nicht.

Gott unternahm daher etwas. Sie durften nicht länger in ihrem paradiesischen Garten bleiben und waren von ihrem Lebenserhalter abgeschnitten. Die Folgen ihres Ungehorsams erläuterte er ihnen mit den Worten: „Denn Staub bist du, und zum Staube wirst du zurückkehren!“ (1. Mose 2:7; 3:19, Elberfelder Bibel, 1905).

Ein Mann im japanischen Kofu, der sich um ein großes Grab kümmert, sagt: „Wenn ich die Urnen ins Grab stelle, sind sie voller Asche und Knochenstückchen. Ungefähr fünf Jahre später sind sie schon halb leer. Und nach zehn Jahren ist in vielen Urnen dann absolut nichts mehr übrig.“ Unser Körper besteht aus Elementen des Erdbodens und mit der Zeit zerfällt alles wieder zu Staub. Ist das dann das endgültige Ende?

Zwar hört mit dem Tod jegliches Bewusstsein auf, doch unser Schöpfer — der ja sogar bemerkt, wenn ein Sperling stirbt — erinnert sich aus Liebe an uns (Matthäus 10:29-31). Wie versprochen, wird er uns aus dem Todesschlaf aufwecken, ja er wird uns wieder zum Leben zurückbringen (Hiob 14:13-15; Johannes 11:21-23, 38-44).

Falls Sie dieses Thema noch näher interessiert, schreiben Sie doch einfach. Gerne lassen wir Ihnen weitere Informationen zukommen. Oder wie wäre es mit einem Besuch auf unserer Website www.watchtower.org?