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Die Bibel. Neue-Welt-Übersetzung (Studienausgabe)

C3

Verse im Epheserbrief, in denen der Gottesname kein Teil eines direkten oder indirekten Zitats ist

EPHESER 2:21 „zu einem heiligen Tempel für Jehova“

Kingdom Interlinear Translation: „zu einem heiligen Tempel in [dem] Herrn“

GRÜNDE FÜR DIE WIEDEREINFÜGUNG DES GOTTESNAMENS: Wie aus dem Zusammenhang hervorgeht, ist in diesem Fall mit dem „Herrn“ Gott gemeint. In Vers 19 wird die Christenversammlung als „Hausgemeinschaft Gottes“ bezeichnet. Aus Vers 20 wird deutlich, dass Jesus in diesem Gebäude der „Eckstein des Fundaments“ ist. Damit spielt Paulus auf eine messianische Prophezeiung aus Jesaja 28:16 an, wo „der Souveräne Herr Jehova“ sagt: „Ich lege einen erprobten Stein als Fundament in Zion, den kostbaren Eckstein als festes Fundament.“ Laut Vers 22 handelt es sich bei dem Tempel, um den es hier geht, um eine „Wohnung …, in der Gott durch den Geist wohnt“. Hinzu kommt, dass das Wort für Tempel in den Hebräischen Schriften oft zusammen mit dem Tetragramm erscheint (2. Könige 18:16; 23:4; 24:13; 2. Chronika 26:16; 27:2; Jeremia 24:1; Hesekiel 8:16; Haggai 2:15; siehe Anm. zu Lukas 1:9 und Erklärung zu Lukas 1:9 in Anhang C3). Des Weiteren fehlt im vorliegenden Vers im Griechischen vor dem Wort kýrios („Herr“) der bestimmte Artikel, obwohl er aus grammatischer Sicht zu erwarten wäre. Dadurch erscheint kýrios wie ein Eigenname. Berücksichtigt man den Zusammenhang, die Ausdrucksweise in den Hebräischen Schriften und das Fehlen des bestimmten Artikels vor dem Wort kýrios, ist es angebracht, das Wort „Tempel“ hier mit dem Namen Jehova zu verbinden.

UNTERSTÜTZENDE QUELLEN:

  • In The New Interpreter’s Bible, 2000, Band 11, Seite 402, heißt es zu dem Wort „Tempel“ in Epheser 2:21: „Das Gebäude als ‚Tempel‘ zu bezeichnen greift erneut das Motiv vom Zugang zu Gott aus V. 18 auf.“ In Epheser 2:18 steht: „Durch ihn [Jesus Christus] haben wir, also beide Gruppen, durch ein und denselben Geist freien Zugang zum Vater.“

  • Das Werk New Century Bible Commentary: Ephesians von C. Leslie Mitton, 1973, erklärt den Ausdruck „im Herrn“ in diesem Vers folgendermaßen: „Damit ist entweder gemeint, dass ihre Heiligkeit als Gottes Tempel darauf zurückzuführen ist, dass sie Gottes Besitz sind und Gott in ihnen weilt, oder aber, dass alles, was geschieht – die Ausbreitung und zunehmende Einheit der Kirche –, von Gott veranlasst wird“ (Schriftauszeichnung von uns).

  • Im New International Biblical Commentary: Ephesians, Colossians, Philemon von Arthur G. Patzia, 1990, heißt es zu Epheser 2:21: „In der frühchristlichen Theologie werden die Gläubigen nicht im stofflichen Sinn als ‚Gottes heiliger Tempel‘ bezeichnet, sondern als ein ‚geistliches Gebäude‘, in dem Gott wohnt und sich offenbart“ (Schriftauszeichnung von uns).

  • In seinem Biblischen Commentar über sämmtliche Schriften des Neuen Testaments, 1840, Band 4, Seite 204, schreibt Hermann Olshausen zum vorliegenden Vers: „Die Kirche wird hierin beschrieben als die Behausung, in der Gott selbst Wohnung macht“. Im Anschluss wird auf 2. Korinther 6:16 verwiesen, wo ein ähnlicher Ausdruck eindeutig auf Gott Bezug nimmt.

ZUSÄTZLICHE BELEGE: J7, 8, 16-18, 22-24, 28-31, 33, 36, 41, 47, 65, 66, 93-96, 100, 106, 115, 144, 146, 250, 322-324

EPHESER 5:17 „der Wille Jehovas“

Kingdom Interlinear Translation: „der Wille des Herrn“

GRÜNDE FÜR DIE WIEDEREINFÜGUNG DES GOTTESNAMENS: Das griechische Wort für „Wille“ (thélēma) bezieht sich in den Christlichen Griechischen Schriften meistens auf den Willen Gottes (Matthäus 7:21; 12:50; Markus 3:35; Römer 12:2; 1. Korinther 1:1; Hebräer 10:36; 1. Petrus 2:15; 4:2; 1. Johannes 2:17). Daher liegt es nahe, dass hier mit kýrios („Herr“) Gott gemeint ist. Mit dem Wort thélēma werden in der Septuaginta häufig hebräische Ausdrücke wiedergegeben, in denen es um Gottes Willen geht oder um das, woran er Freude findet. Es erscheint in Passagen, in denen der Gottesname vorkommt (Psalm 40:8, 9 [39:9, 10, LXX]; 103:21 [102:21, LXX]; 143:9-11 [142:9-11, LXX]; Jesaja 44:24, 28; Jeremia 9:24 [9:23, LXX]; Maleachi 1:10). Der Gebrauch des Wortes für „Wille“ in den Christlichen Griechischen Schriften wie auch in den Hebräischen Schriften und der Hintergrund des Wortes kýrios sprechen dafür, hier im Haupttext den Gottesnamen zu verwenden. Auch andere Übersetzungen der Christlichen Griechischen Schriften verwenden an dieser Stelle den Gottesnamen.

UNTERSTÜTZENDE QUELLEN:

  • Eine Studienanmerkung zu Epheser 5:17 in der NIV Faithlife Study Bible, 2017, kommentiert den Ausdruck „Wille des Herrn“ folgendermaßen: „Es ist Gottes Wille, alle Schöpfung der Autorität Christi zu unterstellen (Eph[eser] 1:9-10).“

  • In The Anchor Bible—Ephesians, Translation and Commentary on Chapters 4-6 von Markus Barth, 1974, Band 34A, heißt es in einer Fußnote auf Seite 584: „Der Ausdruck ‚Wille des Herrn‘ (Eph[eser] 5:17) scheint synonym zu ‚Wille Gottes‘ zu sein ([Epheser] 6:6; Rö[mer] 12:2).“

  • Gemäß dem Biblischen Commentar über sämmtliche Schriften des Neuen Testaments von Hermann Olshausen, 1840, Band 4, Seite 271, geht es in diesem Vers darum, „Gottes Willen“ zu erforschen.

  • Im Concordia Commentary, a Theological Exposition of Sacred Scripture: Ephesians von Thomas M. Winger, 2015, heißt es zu diesem Vers: „Wenn in Epheser an anderer Stelle … [das griechische Wort thélēma, „Wille“] erscheint, bezieht es sich üblicherweise auf den Willen Gottes, das heißt des Vaters … Wenn man alles berücksichtigt, meint Paulus wahrscheinlich den Willen Gottes (des Vaters).“

ZUSÄTZLICHE BELEGE: J7, 8, 32, 65, 66, 94, 100, 101, 106, 115, 125, 139, 145-147, 309

EPHESER 5:19 „Singt … für Jehova“

Kingdom Interlinear Translation: „singend … dem Herrn“

GRÜNDE FÜR DIE WIEDEREINFÜGUNG DES GOTTESNAMENS: Wie man aus einer ähnlichen Aussage von Paulus im etwa zeitgleich verfassten Kolosserbrief ableiten kann, ist mit dem Herrn in diesem Fall Gott gemeint. (Siehe „Einführung in Epheser“.) In den ältesten verfügbaren griechischen Handschriften heißt es in Kolosser 3:16: „Singt für Gott in eurem Herzen.“ (Siehe Erklärung zu Kolosser 3:16.) Für die Verwendung des Gottesnamens in Epheser 5:19 spricht außerdem Folgendes: In den Hebräischen Schriften wird häufig von Gesang und Musik in Verbindung mit der Anbetung Jehovas gesprochen (2. Mose 15:1; Richter 5:3 und Fußnote; 2. Samuel 22:50 und Fußnote; 1. Chronika 16:23; Psalm 13:6 [12:6, LXX]; 96:1 [95:1, LXX]; 104:33 [103:33, LXX]; 149:1; Jeremia 20:13). Die Christen im 1. Jahrhundert nutzten weiterhin die inspirierten Psalmen, um Jehova zu preisen. Das in Epheser 5:19 mit „Psalmen“ wiedergegebene griechische Wort (psalmós) kommt auch in Lukas 20:42; 24:44 und Apostelgeschichte 1:20; 13:33 vor und bezieht sich dort auf die Psalmen aus den Hebräischen Schriften. Die mit „singen“ und „musizieren“ übersetzten griechischen Wörter werden in der Septuaginta oft bei der Wiedergabe von hebräischen Wendungen gebraucht, in denen der Gottesname vorkommt. (Siehe die oben angeführten Texte und Anm. zu Epheser 5:19.) Vor diesem Hintergrund wird im Haupttext von Epheser 5:19 der Gottesname verwendet.

UNTERSTÜTZENDE QUELLEN:

  • The Anchor Bible—Ephesians, Translation and Commentary on Chapters 4-6 von Markus Barth, 1974, Band 34A, enthält auf Seite 584 den Kommentar: „Der Ausdruck ‚dem Herrn singen‘ könnte dem alttest. [alttestamentlichen] oder zeitgenössischen Tempeldienst entlehnt sein und sich eher auf Gott beziehen als auf den Messias.“

  • Gemäß dem Biblischen Commentar über sämmtliche Schriften des Neuen Testaments von Hermann Olshausen, 1840, Band 4, Seite 272, geht es in diesem Vers um „die gemeinsame und stille Anbetung Gottes in Lobgesängen, deren Inhalt Dank gegen Gott im Namen Christi ist“.

  • In dem Werk An Exposition of the Epistle to the Ephesians, in a Series of Discourses, 1864, Seite 528, kommentiert Joseph Lathrop den Ausdruck in Epheser 5:19 mit den Worten: „Ist das Singen ein Teil des Gottesdienstes, muss es, wie unsere Gebete, an Gott gerichtet sein.“

  • In Notes, Explanatory and Practical, on the Epistles of Paul to the Ephesians, Philippians, and Colossians von Albert Barnes, 1850, heißt es auf Seite 119: „Beim Singen sollten wir uns als direkt mit Gott sprechend betrachten, weshalb die Worte mit der Ernsthaftigkeit und Ehrfurcht gesprochen werden sollten, die einer solchen direkten Ansprache des großen Jehovah gebührt.“

  • In dem Werk Katholische Liturgik. Zweiter Theil. Erste Abtheilung. Der latreutische Kultus von Dr. Jakob Fluck, 1855, Seite 150, wird zitiert, was der Bibelgelehrte Hieronymus (4. und 5. Jahrhundert) zu Epheser 5:19 schrieb: „Hymnen müssen diejenigen genannt werden, welche die Kraft und die Majestät Gottes preisen und dessen Wohlthaten oder Werke bewundern, was diejenigen Psalmen thun, welchen das Allelujah entweder vorangeht oder nachfolgt.“

ZUSÄTZLICHE BELEGE: J7, 8, 16, 23, 28-32, 65, 93, 100, 101, 115, 138, 139, 145-147, 163, 309, 310, 323, 324

EPHESER 6:4 „erzieht sie weiter nach den Maßstäben und der Anleitung Jehovas“

Kingdom Interlinear Translation: „zieht sie auf in [der] Erziehung und Ermahnung [des] Herrn“

GRÜNDE FÜR DIE WIEDEREINFÜGUNG DES GOTTESNAMENS: In erhalten gebliebenen griechischen Handschriften steht hier das Wort kýrios („Herr“). Es gibt jedoch gute Gründe anzunehmen, dass in diesem Vers ursprünglich der Gottesname stand und später durch die Bezeichnung „Herr“ ersetzt wurde. (Siehe Anhang C1.) In den Christlichen Griechischen Schriften kann sich kýrios je nach Kontext auf Jehova Gott oder auf Jesus Christus beziehen. Gemäß den Hebräischen Schriften ist es Jehova Gott, der seine Diener erzieht (5. Mose 11:2). In Hebräer 12:5 zitiert Paulus zum Beispiel Sprüche 3:11, wo es heißt: „Mein Sohn, lehne die Erziehung von Jehova nicht ab.“ Da in Sprüche 3:11 im Urtext die vier hebräischen Konsonanten des Gottesnamens (transliteriert als JHWH) stehen, wird in Hebräer 12:5 im Haupttext der Neuen-Welt-Übersetzung der Gottesname verwendet. Bei dem dort gebrauchten griechischen Substantiv für „Erziehung“ handelt es sich um dasselbe Wort wie hier in Epheser 6:4 und in Sprüche 3:11 (nach der Septuaginta). Die Formulierung in Epheser 6:4 scheint also ebenfalls auf Sprüche 3:11 zurückzugehen. Sie könnte allerdings auch an den Septuaginta-Wortlaut von Jesaja 50:5 angelehnt sein. Dort wird die hebräische Formulierung „der Souveräne Herr Jehova hat mein Ohr geöffnet“ wiedergegeben mit „die Erziehung des Herrn öffnet meine Ohren“. Darüber hinaus fehlt in Epheser 6:4 im Griechischen vor dem Wort kýrios der bestimmte Artikel, obwohl er aus grammatischer Sicht zu erwarten wäre. Dadurch wirkt kýrios wie ein Eigenname. Die Ausdrucksweise in den Hebräischen Schriften und das Fehlen des bestimmten Artikels deuten darauf hin, dass der Gottesname hier durch kýrios ersetzt wurde.

UNTERSTÜTZENDE QUELLEN:

  • In A Non-Ecclesiastical New Testament von Frank Daniels, 2016, wird Epheser 6:4 wiedergegeben mit: „Und ihr Väter, ärgert eure Kinder nicht. Im Gegenteil, hegt und pflegt sie mit Yahwehs Schulung und Ermahnung.“ In der Einleitung zu dem Werk schreibt der Übersetzer unter der Überschrift „Der Gottesname“: „An jeder Stelle, wo in einem Zitat aus der hebräischen Bibel das Tetragramm erscheint (in der LXX mit Κυριος [Herr] wiedergegeben), wird in dieser Übersetzung der Eigenname Yahweh verwendet. Darüber hinaus gibt es im NT [Neuen Testament] weitere Stellen, an denen Κυριος ohne den bestimmten Artikel den Gottesnamen nahelegt. Auch in diesen Fällen wird die Form Yahweh verwendet.“

  • ΙΗΣΟΥΣ ΚΥΡΙΟΣ [Iēsoús Kýrios] Their Usage and Sense in Holy Scripture von Herman Heinfetter, 1857, listet Epheser 6:4 als einen der Texte auf, in denen „das Weglassen des Artikels vor Κυριος [kýrios] … anzeigt, dass sich die Benennung auf Gott, den Allmächtigen, bezieht“.

  • In einer Anmerkung zum Hintergrund von Epheser 6:4 in den Hebräischen Schriften heißt es in dem Werk Concordia Commentary, a Theological Exposition of Sacred Scripture: Ephesians von Thomas M. Winger, 2015: „Im AT [Alten Testament] tragen grundsätzlich Väter die Verantwortung dafür, dass die Gebote Gottes befolgt werden und dass an der wahren Anbetung von YHWH festgehalten wird.“

ZUSÄTZLICHE BELEGE: J7, 8, 22, 24, 32, 33, 65, 90, 94, 96, 100, 101, 106, 115, 309, 310, 322

 EPHESER 6:7 „als würdet ihr Jehova dienen und nicht Menschen“

Kingdom Interlinear Translation: „dienend, als dem Herrn und nicht Menschen“

GRÜNDE FÜR DIE WIEDEREINFÜGUNG DES GOTTESNAMENS: In den verfügbaren griechischen Manuskripten steht hier „dem Herrn“ (tōi kyríōi). Die Bezeichnung kýrios („Herr“) kann sich in den Christlichen Griechischen Schriften je nach Kontext auf Jehova Gott oder auf Jesus Christus beziehen. Es können auch Menschen in Autoritätsstellungen gemeint sein. In diesem Kapitel kommt das Wort kýrios mehrmals vor. In Epheser 6:5, 9 steht es im Plural und ist mit „Herren“ wiedergegeben; in Vers 9 kommt kýrios zusätzlich in der Formulierung vor „haben sie den gleichen Herrn im Himmel wie ihr“. Im vorliegenden Vers bezieht sich kýrios eindeutig nicht auf einen Menschen, der als „Herr“ bezeichnet wird. Wer stattdessen mit kýrios gemeint ist, kann aus einem ähnlichen Rat für Sklaven abgeleitet werden, den Paulus im Kolosserbrief gibt. (Siehe „Einführung in Epheser“.) Gemäß den verfügbaren griechischen Handschriften schreibt Paulus in Kolosser 3:22 wörtlich: „den Herrn fürchtend“. An allen anderen Stellen in den Christlichen Griechischen Schriften, wo das griechische Verb für „fürchten“ im Sinne von „Ehrfurcht haben“ verwendet wird, geht es um Gottesfurcht. Es ist daher logisch anzunehmen, dass mit dem „Herrn“ in Kolosser 3:22 Gott gemeint ist. In der Formulierung klingt zudem der Wortlaut aus der Septuaginta an, mit dem normalerweise das hebräische Wort für „fürchten“ zusammen mit dem Tetragramm wiedergegeben wird. Beispiele dafür sind 5. Mose 6:13; 10:12, 20; 13:4. Berücksichtigt man, wie das griechische Verb für „fürchten“ in den Christlichen Griechischen Schriften verwendet wird und dass der Ausdruck „Ehrfurcht vor Jehova“ seinen Ursprung in den Hebräischen Schriften hat, ist es angebracht, in Kolosser 3:22 den Gottesnamen zu verwenden. Da es sich in Epheser 6:7 um sehr ähnliche Gedanken handelt, ist davon auszugehen, dass hier mit kýrios ebenfalls Jehova gemeint ist. Ein weiteres Argument für diese Schlussfolgerung liefert die Formulierung „den Willen Gottes mit ganzer Seele ausführen“ in Epheser 6:6. Sowohl in den Hebräischen als auch in den Christlichen Griechischen Schriften ist der Gedanke, etwas mit „ganzer Seele“ zu tun, immer mit Jehova Gott verknüpft (5. Mose 6:5; Matthäus 22:37).

UNTERSTÜTZENDE QUELLEN:

  • Im Biblischen Commentar über sämmtliche Schriften des Neuen Testaments von Hermann Olshausen, 1840, Band 4, Seite 289, heißt es zu diesem Vers: „Der Sclave [anerkennt] also in seiner Stellung Gottes Willen … Wer dem [irdischen] Herrn dient, als diente er Gott, wird nie in Versuchung kommen, Gottes Willen dem des Herrn aufzuopfern.“

  • In Notes, Explanatory and Practical, on the Epistles of Paul to the Ephesians, Philippians, and Colossians von Albert Barnes, 1850, heißt es auf Seite 137: „Er sollte seine Pflichten in Treue ausführen und sie als einen Gott annehmbaren Dienst empfinden. … Ein gewissenhafter Sklave mag sein Glück darin sehen, sich Gott zu unterwerfen.“

ZUSÄTZLICHE BELEGE: J7, 8, 32, 65, 100, 101, 106, 115, 125, 145-147, 310

EPHESER 6:8 „es von Jehova zurückerhalten“

Kingdom Interlinear Translation: „dies von [dem] Herrn für sich davontragen“

GRÜNDE FÜR DIE WIEDEREINFÜGUNG DES GOTTESNAMENS: Die Gründe für die Verwendung des Gottesnamens im Haupttext sind im Wesentlichen dieselben wie in Epheser 6:7. (Siehe  Erklärung zu Epheser 6:7.) Zusätzlich fehlt im vorliegenden Vers vor dem Wort kýrios („Herr“) im Griechischen der bestimmte Artikel, obwohl er aus grammatischer Sicht zu erwarten wäre. Dadurch wirkt kýrios wie ein Eigenname. Der griechische Ausdruck pará kyríou (hier mit „von Jehova“ übersetzt) kommt in den Christlichen Griechischen Schriften vier weitere Male vor. In allen vier Fällen gibt es gute Argumente für die Verwendung des Gottesnamens (Matthäus 21:42; Markus 12:11; Lukas 1:45; 2. Timotheus 1:18). In verfügbaren Manuskripten der Septuaginta erscheint der Ausdruck pará kyríou als Wiedergabe von hebräischen Wendungen, in denen normalerweise der Gottesname vorkommt. Ähnlich wie Epheser 6:8 beschreiben einige dieser Stellen in den Hebräischen Schriften Jehova als denjenigen, der seine treuen Diener segnet und ihre gute Taten belohnt (Ruth 2:12; 1. Samuel 1:20; Psalm 24:5 [23:5, LXX]; 37:39 [36:39, LXX]; 121:2 [120:2, LXX]). Berücksichtigt man den unmittelbaren Zusammenhang, den Hintergrund der Formulierung in den Hebräischen Schriften und das Fehlen des bestimmten Artikels im Griechischen, ist es angebracht, an dieser Stelle im Haupttext den Gottesnamen zu verwenden.

UNTERSTÜTZENDE QUELLEN:

  • Eine Studienanmerkung zu Epheser 6:8 in der NIV Faithlife Study Bible, 2017, kommentiert den Ausdruck „der Herr wird belohnen“ folgendermaßen: „Gott berücksichtigt die Güte und Großzügkeit, die sich Menschen gegenseitig erweisen.“

  • In dem Bibelkommentar Concordia Commentary, a Theological Exposition of Sacred Scripture: Ephesians von Thomas M. Winger, 2015, heißt es zu Epheser 6:8: „Sie sollen sich voller Vertrauen Gott anempfehlen.“

  • In dem Werk Notes, Explanatory and Practical, on the Epistles of Paul to the Ephesians, Philippians, and Colossians von Albert Barnes, 1850, heißt es auf Seite 138: „Haben sie das Gefühl, dass Menschen ihnen Unrecht tun, dürfen sie darauf vertrauen, dass Gott ihnen Recht verschaffen wird.“

  • The New Testament of Our Lord and Saviour Jesus Christ, in the Original Greek: With Introductions and Notes von Christopher Wordsworth, 1867, Band 2, schreibt zum griechischen Text dieses Verses: „Was immer jeder Einzelne getan haben wird, das wird er von Gott zurückerhalten. … Je mehr sie für Gott getan und gelitten, desto mehr würden sie zukünftig von Gott erhalten.“

ZUSÄTZLICHE BELEGE: J22, 24, 32, 33, 65, 90, 94, 100, 101, 106, 115, 125, 145-147, 309, 322