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Jehovas Zeugen

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Was sagt die Bibel über Willensfreiheit? Ist mein Schicksal nicht fest in Gottes Hand?

Die Antwort der Bibel

Gott hat dem Menschen ein wertvolles Geschenk gemacht: Willensfreiheit. Das bedeutet: Sein Leben ist nicht vorherbestimmt — weder von Gott noch vom Schicksal. Stattdessen hat der Mensch die Fähigkeit, sich für oder gegen etwas zu entscheiden. Dazu ein paar Gedankengänge aus der Bibel.

  • Nach 1. Mose 1:26, 27 hat Gott „den Menschen als sein Ebenbild“ geschaffen (Hoffnung für alle). Im Gegensatz zu den eher instinktgesteuerten Tieren kann er also ein Spiegelbild von Gottes Persönlichkeit sein. Dazu gehören Eigenschaften wie Liebe, Gerechtigkeit und eben auch der freie Wille.

  • Bis zu einem hohen Grad hat man seine Zukunft selbst in der Hand. Die Bibel legt jedem ans Herz, eine gute Wahl zu treffen: „Du sollst das Leben wählen.“ Wie? „Indem du auf seine Stimme hörst.“ Gemeint ist: Sich bewusst dafür zu entscheiden, sich an Gottes Gebote zu halten (5. Mose 30:19, 20). Gäbe es keine Willensfreiheit, hätte diese Wahlmöglichkeit keinen Sinn; sie wäre sogar herzlos. Statt uns Menschen zu zwingen, sich an seine Gebote zu halten, appelliert Gott an uns: „O wenn du doch nur meinen Geboten Aufmerksamkeit schenktest! Dann würde dein Frieden so werden wie ein Strom“ (Jesaja 48:18).

  • Erfolge oder Misserfolge im Leben sind nicht vom Schicksal bestimmt. Wer ein bestimmtes Ziel erreichen möchte, muss auch Anstrengung und Kraft investieren. Daher der Rat der Bibel: „Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft“ (Prediger 9:10). Und: „Die Überlegungen des Fleißigen sind nur zum Vorteil“ (Sprüche 21:5, Schlachter).

Die Willensfreiheit ist ein wertvolles Geschenk von Gott, denn so kann man ihm zeigen, dass man ihn mit ganzem Herzen liebt — und zwar aus eigenem Antrieb (Matthäus 22:37).

Hat Gott nicht alles fest in der Hand?

Die Bibel lehrt natürlich, dass Gott allmächtig ist — mit anderen Worten: Seine Macht ist durch nichts und niemanden begrenzt außer durch ihn selbst (Hiob 37:23; Jesaja 40:26). Doch nutzt er diese Macht nicht, um alles zu kontrollieren. Als er sich zum Beispiel vornahm, die alte Weltmacht Babylon, die sein Volk schlecht behandelt hatte, noch nicht gleich zu strafen, sagte er über sich selbst: „Ich blieb ruhig und hielt mich zurück“ (Jesaja 42:14, Hoffnung für alle). Genauso auch heute: Im Moment hat er sich dafür entschieden, zu tolerieren, dass Menschen ihre Willensfreiheit missbrauchen und anderen dadurch schaden. Aber er wird das nicht für immer dulden (Psalm 37:10, 11).

 

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