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Was ist die Taufe?

Was ist die Taufe?

Die Antwort der Bibel

Taufe heißt, dass jemand im Wasser untergetaucht und dann wieder herausgehoben wird. * Das erklärt, warum Jesus in einem entsprechend großen Fluss getauft wurde (Matthäus 3:13, 16). Ähnlich war es bei einem Mann aus Äthiopien: Als er darum bat, getauft zu werden, ging er mit Philippus „in das Wasser“ (Apostelgeschichte 8:36-40).

Die Bedeutung der Taufe

In der Bibel wird die Taufe mit einem Begräbnis verglichen (Römer 6:4; Kolosser 2:12). Durch das Untertauchen im Wasser begräbt man sozusagen seine frühere Lebensweise, lässt also sein altes Leben hinter sich, und fängt ein neues Leben als Christ an, lebt also für Gott. Gott hat die Taufe und die Schritte, die zur Taufe führen, als den Weg zu einem reinen Gewissen festgelegt. Die Grundlage dafür ist der Glaube an das Opfer, das Jesus Christus gebracht hat (1. Petrus 3:21). Deswegen sagte Jesus, dass seine Jünger getauft werden müssen (Matthäus 28:19, 20).

Reinigt die Wassertaufe von Sünde?

Nein. Nur durch Jesu Tod, also sein vergossenes Blut, kann man von Sünde gereinigt werden (Römer 5:8, 9; 1. Johannes 1:7). Das Opfer Jesu hilft einem aber nur, wenn man an ihn glaubt, sein Leben nach Jesu Lehren ausrichtet und sich dann taufen lässt (Apostelgeschichte 2:38; 3:19).

Ist die Kindertaufe eine biblische Lehre?

Nein. Einige Kirchen führen zwar Taufzeremonien durch, bei denen man ein kleines Kind „tauft“ (Wasser auf den Kopf gießt oder spritzt) und ihm einen Namen gibt. Aber nirgendwo in der Bibel wird die Taufe von Kleinkindern erwähnt. Gemäß der Bibel kann sich nur jemand taufen lassen, der alt genug ist, „die Botschaft vom Reich Gottes“ zu verstehen und daran zu glauben (Apostelgeschichte 8:12, Begegnung fürs Leben). Das heißt, man muss Gottes Wort hören, es annehmen und bereuen — und das können kleine Kinder nicht (Apostelgeschichte 2:22, 38, 41).

Außerdem erklärt die Bibel, dass Gott kleine Kinder von Christen als heilig betrachtet, das heißt, sie sind in seinen Augen rein, weil die Eltern ihm treu sind (1. Korinther 7:14). Wäre die Kindertaufe wirksam, wären diese Kinder nicht von der Treue ihrer Eltern abhängig. *

Falsche Vorstellungen von der christlichen Taufe

Was manche denken: Ein vollständiges Untertauchen ist nicht nötig. Es reicht, bei der Taufe mit Wasser bespritzt oder übergossen zu werden.

Fakt ist: Alle in der Bibel erwähnten Taufen wurden durch vollständiges Untertauchen vollzogen. Als zum Beispiel Philippus, ein Jünger Jesu, den Mann aus Äthiopien taufte, gingen „beide in das Wasser“. Danach kamen sie wieder „aus dem Wasser“ heraus (Apostelgeschichte 8:36-39). *

Was manche denken: Die Bibel deutet an, dass auch Kleinkinder getauft wurden — und zwar wenn sich ganze Familien taufen ließen. Zum Beispiel heißt es über einen Gefängniswärter in Philippi: „Er ... ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen“ (Apostelgeschichte 16:31-34, Einheitsübersetzung).

Fakt ist: Aus dem Bibelbericht über die Bekehrung des Gefängniswärters geht hervor, dass er und seine Hausgenossen das „Wort Jehovas“ verstanden und sich taufen ließen. Ihre Reaktion: „Er freute sich sehr mit all seinen Hausgenossen“ (Apostelgeschichte 16:32, 34). Die Schlussfolgerung? Bei diesem Anlass wurden keine kleinen Kinder getauft, da sie Gottes Wort nicht verstehen konnten.

Was manche denken: Jesus sprach von der Kindertaufe, als er sagte, das Reich Gottes gehöre kleinen Kindern (Matthäus 19:13-15; Markus 10:13-16).

Fakt ist: Jesus sprach bei dieser Gelegenheit nicht über die Taufe. Stattdessen wollte er den Menschen zeigen, dass sie wie Kinder sein sollten — demütig und lernbereit —, um in Gottes Reich zu kommen (Matthäus 18:4; Lukas 18:16, 17).

^ Abs. 3 Das griechische Wort, das mit „Taufe“ übersetzt wird, hat die ursprüngliche Bedeutung „ein-, untertauchen“. Siehe Theologisches Wörterbuch zum Neuen Testament, erster Band, Seite 527.

^ Abs. 10 Gemäß der International Standard Bible Encyclopedia (Band 1, Seite 416, 417) „kann man im N[euen] T[estament] keinen Spielraum für die Kindertaufe finden“. Außerdem wird gesagt, dass der Brauch aus „einer falschen und übertriebenen Ansicht über den Wert der Taufe“ entstand — und zwar aus der Annahme, die Taufe würde von Sünde reinigen.

^ Abs. 13 In Meyers Enzyklopädischem Lexikon (Bd. 23, 1978, S. 253) wird Folgendes erklärt: „Im Urchristentum wurde die T[aufe] wahrscheinl. zunächst durch Untertauchen des Täuflings gespendet.“

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