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Schmuck und Make-up — was sagt die Bibel dazu?

Schmuck und Make-up — was sagt die Bibel dazu?

Die Antwort der Bibel

Die Bibel geht nicht ausführlich auf Schmuck und Make-up ein. Sich schön zu machen, also Schmuck zu tragen und Make-up zu verwenden, wird auch nicht als etwas Verkehrtes dargestellt. Allerdings rät die Bibel, sich nicht zu sehr auf Äußerlichkeiten zu konzentrieren, sondern auf innere Werte und sich so zum Beispiel mit dem „unvergänglichen Gewand des stillen und milden Geistes“ zu schmücken (1. Petrus 3:3, 4).

Es spricht nichts gegen Schmuck und Make-up

  • Treue Frauen in der Bibel machten sich schön. Rebekka trug einen goldenen Nasenring, goldene Armspangen und anderen kostbaren Schmuck. Abraham, ihr zukünftiger Schwiegervater, hatte ihr das alles vor der Hochzeit mit Isaak geschenkt (1. Mose 24:22, 30, 53). Esther war damit einverstanden, am persischen Hof „Schönheitspflege“ zu erhalten. So eine Behandlung bekamen dort alle Anwärterinnen auf den Thron (Esther 2:7, 9, 12, Neue evangelistische Übersetzung). Manche Bibelübersetzungen sprechen an dieser Stelle auch von „Kosmetika“ oder „verschiedenen Arten von Make-up“ (New International Version, 2002; Holy Bible: Easy-to-Read Version, 1990).

  • Die Bibel vergleicht positive Dinge mit Schmuck. Eine Person, die guten Rat gibt, wird zum Beispiel als ein „goldener Ohrring ... am hörenden Ohr“ bezeichnet (Sprüche 25:12). An anderer Stelle vergleicht Gott seine Fürsorge für die Nation Israel mit der eines Ehemannes, der seine Braut mit Armspangen, einer Halskette und Ohrringen schmückt. Dadurch wurde die Nation Israel „sehr, sehr schön“ (Hesekiel 16:11-13).

Falsche Vorstellungen über Schmuck und Make-up

Irrtum: In 1. Petrus 3:3 wird das „Flechten der Haare und ... Anlegen goldener Schmucksachen“ verurteilt.

Fakt: Wie der Zusammenhang zeigt, wird hier die Bedeutung und Schönheit von inneren Werten im Gegensatz zu Äußerlichkeiten herausgestellt (1. Petrus 3:3-6). Dieser Gegensatz wird in der Bibel des Öfteren angesprochen (1. Samuel 16:7, Sprüche 11:22; 31:30, 1. Timotheus 2:9, 10).

Irrtum: Die böse Königin Isebel benutzte „schwarze Schminke“ oder Lidschatten. Daher muss Make-up etwas Schlechtes sein (2. Könige 9:30).

Fakt: Isebel beschäftigte sich mit Zauberei und ordnete an, Diener Gottes zu ermorden. Sie wurde wegen ihrer bösen Taten verurteilt und nicht wegen ihres Aussehens (2. Könige 9:7, 22, 36, 37).