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Wer oder was ist die Hure Babylon?

Wer oder was ist die Hure Babylon?

Die Antwort der Bibel

Die Hure Babylon, auch Babylon die Große genannt, wird in der Offenbarung des Johannes erwähnt und bezeichnet die Gesamtheit aller falschen Religionen * (Offenbarung 14:8; 17:5; 18:21). Diese Religionen unterscheiden sich zwar in vielen Punkten, aber eines haben alle gemeinsam: Sie führen Menschen weg von dem allein wahren Gott, Jehova (5. Mose 4:35).

Wie man Babylon die Große identifiziert

  1. Babylon die Große ist ein Symbol. Die Bibel bezeichnet sie als „Frau“ und „große Hure“. Ihr Name ist „ein Geheimnis: ‚Babylon die Große‘“ (Offenbarung 17:1, 3, 5). Die Offenbarung des Johannes ist zu großen Teilen in symbolischer Sprache geschrieben, deswegen kann man logischerweise annehmen, dass Babylon die Große keine normale Frau ist, sondern für etwas anderes steht (Offenbarung 1:1). Außerdem wird von ihr gesagt, dass sie „auf vielen Wassern sitzt“; die Wasser „bedeuten Völker und Volksmengen und Nationen“ (Offenbarung 17:1, 15). Das wäre einer Frau aus Fleisch und Blut nicht möglich.

  2. Babylon die Große hat international Einfluss. Laut der Bibel ist sie „die große Stadt, die ein Königtum hat über die Könige der Erde“ (Offenbarung 17:18). Sie hat also international Einfluss.

  3. Babylon die Große ist etwas Religiöses, keine politische oder wirtschaftliche Macht. Das alte Babylon war eine sehr religiöse Stadt und für Beschwörungsformeln und Zaubersprüche bekannt (Jesaja 47:1, 12, 13; Jeremia 50:1, 2, 38). Es gab dort Religionen, die sich gegen den wahren Gott Jehova stellten (1. Mose 10:8, 9; 11:2-4, 8). Die Herrscher von Babylon hielten sich sogar für größer und besser als Jehova und verachteten die Anbetung Jehovas (Jesaja 14:4, 13, 14; Daniel 5:2-4, 23). Laut der Bibel ist auch Babylon die Große für ihre „spiritistischen Bräuche“ bekannt; sie muss also etwas Religiöses sein (Offenbarung 18:23).

    Babylon die Große kann keine politische Macht sein, weil alle „Könige der Erde“ ihre Zerstörung überleben und bedauern werden (Offenbarung 17:1, 2; 18:9). Sie ist auch keine Wirtschaftsmacht, da die Bibel zwischen ihr und den „Kaufleuten der Erde“ einen Unterschied macht (Offenbarung 18:11, 15).

  4. Stele des babylonischen Königs Nabonid mit den Symbolen der Göttertriade Sin, Ischtar und Schamasch

    Die Beschreibung von Babylon der Großen passt zu den Merkmalen falscher Religion. Falsche Religionen bringen Menschen nicht dem wahren Gott Jehova näher, sondern verleiten dazu, andere Götter anzubeten. Die Bibel vergleicht das mit Prostitution und nennt es „unsittlichen Verkehr mit ... Göttern“ (3. Mose 20:6; 2. Mose 34:15, 16). Sowohl Glaubensvorstellungen, wie die Lehren von der Dreieinigkeit und der unsterblichen Seele, als auch Bräuche, wie die Bilderverehrung, wurzeln im alten Babylon. All das ist bis heute fester Bestandteil bei falschen Religionen. Außerdem vermischen solche Religionen die Anbetung Gottes mit weltlichen Interessen. Diese Art der Untreue nennt die Bibel religiösen Ehebruch (Jakobus 4:4).

    Der Wohlstand und Prunk der falschen Religion passt zum Bild, das die Bibel von Babylon der Großen zeichnet: „Die Frau war in Purpur und Scharlach gehüllt und war mit Gold und kostbaren Steinen und Perlen geschmückt“ (Offenbarung 17:4). Babylon die Große ist auch die Quelle „der abscheulichen Dinge der Erde“ — Lehren und Handlungsweisen, die Gott entehren (Offenbarung 17:5). Die „Völker und Volksmengen und Nationen“, von denen die Bibel spricht, sind die Mitglieder der falschen Religionen (Offenbarung 17:15).

Babylon die Große ist laut der Bibel verantwortlich für den Tod „von all denen ..., die auf der Erde hingeschlachtet worden sind“ (Offenbarung 18:24). Durch die Geschichte hindurch haben falsche Religionen nicht nur Kriege angezettelt und Terrorismus gefördert, sondern auch versäumt, Menschen die Wahrheit über Jehova zu lehren, den Gott der Liebe (1. Johannes 4:8). Dadurch kam es zu vielem Blutvergießen. Aus gutem Grund fordert die Bibel alle, die Gott gefallen möchten, dazu auf, sich von der falschen Religion zu trennen. Es heißt eindeutig: „Geht aus ihr hinaus“ (Offenbarung 18:4; 2. Korinther 6:14-17).

^ Abs. 3 Siehe den Artikel: Wie finde ich die wahre Religion?

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