Einstellung der Bedienungshilfe

Search

Sprache auswählen

Zurück zum Untermenü

Zurück zum Inhalt

Jehovas Zeugen

Deutsch

JUNGE LEUTE FRAGEN

Sind gute Manieren wirklich wichtig?

„Mir hält ja auch keiner die Tür auf! Also warum soll ich das für andere machen?“

„Es gibt ja wohl Wichtigeres als Bitte und Danke oder Entschuldigung!“

„Das sind doch meine Geschwister ... die wissen, wie ich was meine.“

Na, hast du dich bei einer der Aussagen gerade wiederentdeckt? Wenn ja, dann lässt du dir wahrscheinlich wirklich was entgehen. Denn gutes Benehmen hat echte Vorteile.

 Was hast du davon?

Durch gute Manieren profitierst du enorm. Zum Beispiel wenn es um folgende drei Bereiche geht:

  1. Dein Ruf. Wie du andere behandelst, hinterlässt einen Eindruck — gut oder schlecht. Wenn du zuvorkommend bist, sehen dich andere nicht mehr wie ein Kind, du wirkst verantwortungsbewusst. Und sie werden mit dir genauso umgehen. Aber wenn du kein Benehmen hast, denken sie, dass dir andere total egal sind. Und wahrscheinlich wird man dich auch außen vor lassen, wenn es um einen guten Job oder andere coole Sachen geht. Die Bibel sagt: „Wenn du grausam bist, tust du dir selber weh“ (Sprüche 11:17, Gute Nachricht Bibel).

  2. Deine Freunde. Die Bibel sagt: „Kleidet euch mit Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit“ (Kolosser 3:14). Klingt logisch, oder? Vor allem wenn es um Freunde geht. Andere sind gern mit jemandem zusammen, der sich benehmen kann und respektvoll ist. Im Ernst: Wer will schon jemanden in seiner Nähe haben, der rücksichtslos ist und immer unangenehm auffällt?

  3. Wie andere dich behandeln. „Wenn du immer zuvorkommend bist“, sagt Jennifer, „werden irgendwann selbst die rücksichtslosesten Leute netter zu dir sein.“ Aber wenn du selber rücksichtslos bist, passiert genau das Gegenteil. Die Bibel sagt: „Mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch messen“ (Matthäus 7:2).

Unterm Strich: Anderen Menschen begegnest du jeden Tag. Wie du sie behandelst, hat direkten Einfluss darauf, wie sie über dich denken und wie sie dich behandeln. Kurzum: Deine Manieren sind wirklich wichtig!

 Manieren aufpolieren — aber wie?

  1. Check dein Benehmen. Stell dir Fragen wie: Rede ich mit Erwachsenen immer respektvoll? Wie oft sage ich Bitte, Danke und Entschuldigung? Lass ich mich in Gesprächen mit anderen leicht ablenken — lese und beantworte dabei vielleicht sogar Textnachrichten? Behandle ich meine Eltern und Geschwister zuvorkommend? Oder nehme ich mir da Freiheiten heraus, nur weil sie ja „zur Familie“ gehören?

    Die Bibel sagt: „Begegnet einander zuvorkommend und mit Respekt!“ (Römer 12:10, Das Buch).

  2. Setz dir Ziele. Vorschlag: Schreib drei Dinge auf, in denen du dich verbessern könntest. Allison (15) zum Beispiel sagt, dass sie „besser zuhören muss, statt immer nur selbst zu reden“. David (19) hat sich vorgenommen, sich nicht von Textnachrichten ablenken zu lassen, während er mit Eltern, Geschwistern oder Freunden redet. „Das ist unhöflich“, erklärt er. „Im Prinzip sag ich ihnen ja damit, dass ich lieber mit jemand anders reden würde als mit ihnen.“ Edward (17) will daran arbeiten, anderen nicht ins Wort zu fallen. Und Jennifer, die oben schon mal zitiert wurde, will vor allem auf ihr Benehmen im Umgang mit Älteren achten. „Ich hab immer nur kurz Hallo gesagt und dann einen Grund gefunden, um schnell zu meinen Freunden zu gehen“, sagt sie. „Aber mittlerweile bemühe ich mich, auch mit Älteren ins Gespräch zu kommen. Das hat meinen Manieren echt gutgetan!“

    Die Bibel sagt: „Habt auch nicht ständig nur euren eigenen Vorteil im Blick, sondern das, was für den anderen wichtig ist“ (Philipper 2:4, Willkommen daheim).

  3. Halte deine Ergebnisse fest. Schreib einen Monat lang auf, wie du dich in den drei Bereichen verhältst. Frag dich dann am Ende des Monats: „Wie hat sich mein Leben durch gutes Benehmen verbessert? Wo muss ich noch an mir arbeiten?“ Setz dir dementsprechend neue Ziele.

    Die Bibel sagt: „Genau so, wie ihr behandelt werden wollt, behandelt auch die anderen“ (Lukas 6:31, BasisBibel).