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Jehovas Zeugen

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DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Demokratische Republik Kongo: Überblick

Demokratische Republik Kongo: Überblick

In der Demokratischen Republik Kongo sind Jehovas Zeugen seit den 1940er-Jahren aktiv. Von da an sahen sie sich mit Krieg und staatlichen Verboten konfrontiert und wurden von Mitgliedern anderer Religionen brutal angegriffen.

1993 hob der Oberste Gerichtshof das jüngste Verbot von Jehovas Zeugen auf; damit endete der offizielle Widerstand vonseiten der Regierung. Jehovas Zeugen können ihren Glauben jetzt grundsätzlich frei ausüben, ohne Einschränkungen des Staates. Allerdings werden sie immer noch von manchen religiösen Gruppen schikaniert oder verfolgt. Anhänger einer Stammesreligion mit Namen Kimbilikiti haben viele Zeugen Jehovas entführt und brutal angegriffen. Solche Verbrechen werden von den Behörden oft nicht bestraft; einige Behördenvertreter gehören selbst zu dieser Religion. Vertreter von Jehovas Zeugen haben sich wegen dieser Rechtsverletzungen an höhere Gerichte gewandt.

Ein weiteres Problem entsteht an Schulen: Viele öffentliche Schulen in der DR Kongo werden von religiösen Organisationen finanziert. Weil Kinder von Zeugen Jehovas bei religiösen Veranstaltungen nicht mitmachen, wurden sie von einigen dieser Schulen verwiesen. 2013 erließ der Bildungsminister eine landesweite Verordnung, in der religiöse Intoleranz an Schulen klar verurteilt wurde. Diese Verordnung, zusammen mit einem neuen Bildungsgesetz, hat bereits dazu geführt, dass Kinder von Zeugen Jehovas wieder zurück an ihre Schulen durften oder Abschlusszeugnisse erhielten, die ihnen zuvor verweigert worden waren.