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Jehovas Zeugen

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5. FEBRUAR 2015
ARMENIEN

Guter Start für Zivildienst in Armenien

Guter Start für Zivildienst in Armenien

Seit einem Jahr bietet Armenien die Möglichkeit an, Zivildienst zu leisten, und das kommt gut an. Die Ersten, die diesen Dienst angetreten haben, waren Zeugen Jehovas. Sie arbeiten jetzt für das Gemeinwohl, statt wegen ihrer Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen ins Gefängnis zu müssen.

Seit 1985 wurden junge Zeugen Jehovas in Armenien, die den Wehrdienst aus Gewissensgründen verweigerten, ausnahmslos zu Gefängnisstrafen verurteilt. Da es für einen Zivildienst keine Rechtsgrundlage gab, inhaftierte man während einer Zeitspanne von 20 Jahren über 450 Zeugen Jehovas, oft unter sehr harten Bedingungen. Doch als Armenien im Juni 2013 das Zivildienstgesetz erneuerte, änderte sich das.

Am 23. Oktober 2013 genehmigte die Armenische Zivildienstkommission die ersten Zivildienstanträge; sie wurden von 57 Wehrdienstverweigerern eingereicht, die alle Zeugen Jehovas sind. * Später wurden die Anträge weiterer Zeugen Jehovas genehmigt. In der Woche vom 13. Januar 2014 begannen 71 Zeugen Jehovas ihren Zivildienst, und bis Ende 2014 waren es mindestens 126.

Resonanz auf den Zivildienst

An den Kommentaren von Verantwortlichen und Kollegen der Zivilidienstleistenden wird deutlich, dass der Zivildienst ein voller Erfolg ist. Sie äußerten sich positiv über die hohe Arbeitsmoral, die Hilfsbereitschaft und das anständige Verhalten der jungen Zeugen Jehovas. Mehrere Mitglieder der Armenischen Zivildienstkommission haben bestätigt, dass die Zeugen Jehovas einen wertvollen Beitrag für Armenien leisten und ihren Aufgaben gewissenhaft nachkommen.

  • „Ihr leistet wirklich einen wertvollen Beitrag für das Land, und das, obwohl ihr kaum Geld dafür bekommt. Man sieht richtig, wie hart ihr arbeitet.“ (Leiter der Zivildienststelle Eriwan-Shengavit)

  • „Sie haben meinen Respekt! Sie wollen nach christlichen Grundsätzen leben und gleichzeitig einen Beitrag für die Gesellschaft leisten.“ (Betreuerin in einem Waisenhaus, in dem Zeugen Jehovas Zivildienst leisten)

  • „Gibt es noch mehr von euch? Sie sollen am liebsten alle bei mir arbeiten!“ (Direktor der Zivildienststelle Eriwan-Arabkir)

Zeugen Jehovas haben als Zivildienstleistende einen Park in der Nähe des Platzes der Republik in Eriwan gesäubert und verschönert

Auch Zeugen Jehovas, die jetzt Zivildienst leisten dürfen, haben sich positiv darüber geäußert.

  • „Ich schätze die Freundlichkeit und die respektvolle Haltung meiner Kollegen. Als ich mal krank war und zu Hause bleiben musste, haben sie sogar angerufen und gefragt, wie es mir geht. Für mich ist das alles ein echter Segen, weil ich so meinem Gott ohne innere Konflikte dienen kann.“ (Gevorg Tazijan, eingesetzt als Helfer beim Fahrdienst des Katastrophenschutzministeriums, Bereich Rettungswesen)

  • „Wir kommen wirklich gut mit dem Management und den Kollegen aus. Sie haben sich um uns gekümmert, und wir versuchen auch, ihnen zu helfen, wo es nur geht. Hin und wieder haben sie uns Arbeiten gegeben, die eigentlich nicht zu unserem Verantwortungsbereich gehörten, aber wir haben sie einfach erledigt.“ (Samvel Abrahamjan, eingesetzt als Hausmeister in der psychiatrischen Klinik in Sevan)

  • „Am 14. Januar 2014 haben 13 von uns im Katastrophenschutzministerium angefangen. Vom ersten Tag an kamen wir mit allen gut aus. Es gibt auch keine Unstimmigkeiten mit den Verantwortlichen. Sie sind beeindruckt davon, wie wir bei allem zusammenarbeiten.“ (Artsrun Chatschatrjan, eingesetzt als Hausmeister im Katastrophenschutzministerium)

Der Schlüssel für den Erfolg des Zivildienstes ist die gute Kooperation von Direktoren und Leitern sowie die positive Einstellung der Zeugen Jehovas und ihre hohe Arbeitsmoral. Zeugen Jehovas in Armenien sind dankbar, dass sie für ihre Wehrdienstverweigerung aus Gewissensgründen nicht mehr inhaftiert werden, sondern einen Beitrag für ihr Land leisten dürfen, ohne Abstriche an ihrem Glauben machen zu müssen.