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Jehovas Zeugen

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6. JULI 2015
UKRAINE

Jehovas Zeugen übertragen besonderen Gottesdienst ins Krisengebiet der Ukraine

Jehovas Zeugen übertragen besonderen Gottesdienst ins Krisengebiet der Ukraine

LWIW (Ukraine): Am 14. Februar 2015 hielten Jehovas Zeugen einen besonderen Gottesdienst ab, um über 17 000 Mitgläubigen im Kriegsgebiet in der Ostukraine seelsorgerischen Beistand zu leisten. Der Gottesdienst fand im Zweigbüro von Jehovas Zeugen in Lwiw statt und dauerte zwei Stunden. Er wurde per Videostream in die Ostukraine und an andere Orte im Land übertragen. Die Veranstaltung kam genau zur richtigen Zeit: Erst am 24. Januar 2015 hatte es einen verheerenden Raketenangriff auf die Hafenstadt Mariupol gegeben. 3 Häuser und 58 Wohnungen von Zeugen Jehovas wurden dabei beschädigt. Ein 16-jähriger Zeuge Jehovas kam bei dem Angriff ums Leben und ein anderer wurde schwer verletzt.

Zeugen Jehovas treffen sich in einem Königreichssaal in Makijiwka (im Kriegsgebiet), um sich den besonderen Gottesdienst anzusehen

Mit Unterstützung des Zweigbüros in Russland konnte das ukrainische Zweigbüro das Programm auch nach Russland und Weißrussland übertragen. Dort verfolgten es 186 258 Zeugen Jehovas. Zusammen mit den 150 841 Zeugen Jehovas in der Ukraine sahen also insgesamt 337 099 Personen diese besondere Veranstaltung.

Gustav Berki, ein Sprecher von Jehovas Zeugen in der Ukraine, erklärt: „Der Bericht über unsere Hilfsmaßnahmen in der Ukraine war für alle in der Kriegszone ein echter Trost. Es hat auch viel Sicherheit gegeben, einen Einblick in die Arbeit des Katastrophenhilfskomitees in Rostow am Don in Russland zu bekommen. Sie kümmern sich um unsere geflüchteten Glaubensbrüder.“

Jaroslaw Siwulskij, ein Sprecher von Jehovas Zeugen in Russland, merkt an: „Zeugen Jehovas sind weltweit dafür bekannt, friedlich und politisch neutral zu sein. Das Programm hob unter anderem die biblische Grundlage für unsere neutrale Haltung hervor. Es unterstrich, warum wir bei militärischen Konflikten für keine Seite Partei ergreifen, unabhängig davon, ob jemand von uns Russe, Ukrainer oder Bürger eines anderen Landes ist.“

Zwei Zeuginnen Jehovas in Horliwka (Oblast Donezk) überlebten einen Raketenangriff auf ihr Haus.

Bis jetzt wurden vom Zweigbüro in der Ukraine 14 Katastrophenhilfskomitees eingerichtet. Sie haben schon über 149 Tonnen Nahrungsmittel und 21 Tonnen Kleidung an Glaubensbrüder und andere Betroffene in der Region verteilt. Außerdem haben sie Unterkünfte für über 7 600 Flüchtlinge zur Verfügung gestellt und schon einige Häuser und Königreichssäle (Gotteshäuser) repariert oder wieder aufgebaut. In Mariupol beispielsweise hatte ein Katastrophenhilfskomitee schon zwei Tage nach dem Raketenangriff 160 Freiwillige organisiert, die sofort mit den Arbeiten an 34 beschädigten Wohnungen begannen.

Mariupol: Der Parkplatz neben einem Königreichssaal (nicht im Bild) wurde von Raketen getroffen

Gustav Berki erklärte außerdem kurz, dass die Hilfe des Zweigbüros in der Ukraine über die Erstversorgung hinausgeht: „Abgesehen von diesem besonderen Gottesdienst besuchen auch reisende Seelsorger regelmäßig die 136 Gemeinden von Jehovas Zeugen im Kriegsgebiet. Und wie bei allen Gemeinden von Jehovas Zeugen weltweit, kümmern sich die Ältesten vor Ort gemeinsam darum, die Gläubigen zu trösten und ihnen Mut zu machen.“

Medienkontakt:

International: J. R. Brown, Office of Public Information, Telefon +1 718 560 5000

Russland: Jaroslaw Siwulskij, Telefon +7 812 702 2691

Ukraine: Gustav Berki, Telefon +38 032 240 9323

Weißrussland: Pawel Jadlowskij, Telefon +375 17 292 93 78