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Jehovas Zeugen

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10. APRIL 2015
RUSSLAND

Russische Zeugin Jehovas findet 6 000 Euro und gibt sie Eigentümer zurück

Russische Zeugin Jehovas findet 6 000 Euro und gibt sie Eigentümer zurück

ST. PETERSBURG (Russland): Im November 2014 fand Swetlana Nemtschinowa, eine Zeugin Jehovas, auf der Straße einen Briefumschlag mit 6 000 Euro. Nach langer Suche konnte sie das Geld endlich dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben. Über die uneigennützige Tat berichteten Fernsehen, Radio und mehrere Online-Zeitungen.

Swetlana Nemtschinowa arbeitet bei der Stadtreinigung in Wologda, ungefähr 450 Kilometer nordöstlich von Moskau. Bei ihrer Arbeit fiel ihr ein unbeschrifteter Umschlag auf, in dem eine große Menge Geld steckte. Swetlana Nemtschinowa lebt mit ihren drei Kindern in einer winzigen 12-m2-Wohnung. Trotzdem sagt sie: „Ich hab nicht einmal daran gedacht, das Geld zu behalten. Ich musste sofort an den Besitzer denken, der sich garantiert schrecklich gefühlt hat.“

Sie wollte den Besitzer ausfindig machen und brachte an nahe gelegenen Gebäuden einen Hinweis an; doch keiner meldete sich. Da in dem Umschlag auch eine Quittung mit dem Namen einer Bank war, ging sie als Nächstes dorthin. Die Bank fand heraus, dass das Geld Pawel Smirnow gehörte. Nach mehreren Versuchen konnte die Bank Smirnow erreichen und informierte ihn, dass Swetlana Nemtschinowa sein Geld gefunden hatte.

In einem Artikel der russischen Tageszeitung Premier hieß es: „Swetlana findet an ihrer Tat nichts Außergewöhnliches. Sie ist religiös und liest regelmäßig in der Bibel.“ Swetlana Nemtschinowa erklärte der Zeitung außerdem, ihr Verhalten stütze sich auf die sogenannte Goldene Regel aus Matthäus 7:12: „Was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, sollt auch ihr ihnen ebenso tun.“

Der Künstler Pawel Smirnow zusammen mit Swetlana Nemtschinowa

Pawel Smirnow ist Künstler und hat eine spezielle Farbzusammensetzung entwickelt. Mit dem Geld wollte er neue Ausrüstung kaufen, um seine Forschung an Farbstrukturen zu vertiefen. „Ich kann mit Worten gar nicht beschreiben, wie dankbar ich Swetlana bin“, sagte Smirnow. „Nach Swetlanas Tat kann man wieder an das Gute im Menschen glauben. Das Einzige, was es noch zu sagen gibt, ist: Es gibt einen Gott!“

Medienkontakt:

International: J. R. Brown, Office of Public Information, Telefon +1 718 560 5000

Russland: Jaroslaw Siwulskij, Telefon +7 812 702 2691