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Delegierte von links nach rechts: Alberto Rivera (Spanien), Peter Hamadej (Slowakei), Andrejs Gevla (Lettland), Chung Ho (Südkorea), Jaroslaw Siwulski (Russland), Johann Zimmermann (Österreich), Stefan Steiner (Schweiz), Wassilij Kalin (Russland), Tommi Kauko (Finnland), Mark Sanderson (Vereinigte Staaten), Robert Delahaije (Niederlande), Marc Hansen (Belgien), Paul Gillies (Großbritannien), Lars-Erik Eriksson (Schweden), Tommy Jensen (Dänemark), Jørgen Pedersen (Norwegen), Manfred Steffensdorfer (Deutschland), Teemu Konsti (Litauen), Babis Andreopoulos (Griechenland), Tambet Ernits (Estland), Jean-Claude Pons (Frankreich)

21. Juli 2017
RUSSLAND

Gerichts­verhandlung vor Russlands Oberstem Gericht — Internationale Delegation von Jehovas Zeugen unterstützt Glaubensbrüder

Gerichts­verhandlung vor Russlands Oberstem Gericht — Internationale Delegation von Jehovas Zeugen unterstützt Glaubensbrüder

NEW YORK: Die leitende Körperschaft von Jehovas Zeugen bat Brüder aus drei Kontinenten, nach Moskau zu reisen, um den russischen Brüdern zu zeigen, dass ihre Glaubensbrüder auf der ganzen Welt hinter ihnen stehen.

Als die Delegierten ankamen, wurden sie von ihren russischen Glaubensbrüdern herzlich begrüßt. Einige waren sogar aus Sibirien angereist. Die Delegierten sprachen ihnen ihr Mitgefühl aus und versicherten ihnen, dass auf der ganzen Welt für sie gebetet wird. Einer der Delegierten sagte: „Es war sehr bewegend, den Mut der russischen Brüder zu sehen. Schließlich war damit zu rechnen, dass das unrechtmäßige Verbot ihrer Glaubensausübung bestehen bleibt.“

Trotz der negativen Entscheidung des dreiköpfigen Richtergremiums war die Einheit und Liebe der Brüder deutlich zu spüren. Man war betroffen, wie Jehovas Name öffentlich in Verruf gebracht wurde, und verstand, dass den Brüdern in Russland nun schwierige Zeiten bevorstehen. Schon allein die Würde und die Freundlichkeit, mit der die Brüder im Gerichtssaal auftraten, widerlegten eindrucksvoll die haltlosen Extremismusvorwürfe, die die Richter durch ihre Entscheidung bestätigten.

Mark Sanderson von der leitenden Körperschaft stand der Delegation vor. Er ermunterte die Brüder, jetzt „mutig und stark“ zu bleiben. Als die Brüder der Delegation den Gerichtssaal verließen, wurden sie von ihren russischen Brüdern umarmt. Sie dankten ihnen für ihre Unterstützung bei diesem historischen Ereignis.

Die Delegation besuchte in Moskau auch die Botschaften von 21 Ländern. Man wollte darüber informieren, welche negativen Auswirkungen Russlands Vorgehen gegen Jehovas Zeugen hat. So waren unter anderem Häuser in Brand gesetzt worden, Arbeitsverhältnisse gekündigt, Kinder von ihren Lehrern schikaniert und Strafanzeigen gegen verantwortliche Brüder erstattet worden, die christliche Zusammenkünfte organisiert hatten. Einer dieser Brüder ist Dennis Christensen, der sich noch in Untersuchungshaft befindet. Den Botschaftern wurde ein zweiminütiges Video vorgeführt, das diese Ereignisse zusammenfasste. Einige von ihnen waren sichtlich bewegt. Die häufigste Frage war: „Warum Jehovas Zeugen?“ Daraufhin konnten die Brüder ein gutes Zeugnis geben. Sie erklärten, dass sich Zeugen Jehovas politisch neutral verhalten und dass sich ihr Predigtwerk auf das Leben vieler Menschen in Russland bereits positiv ausgewirkt hat. Einer der Botschafter sagte: „Die orthodoxe Kirche sieht es nicht gern, dass Sie in ihren Gewässern fischen.“ Vertreter von mindestens 10 Botschaften waren während der gesamten 8-stündigen Anhörung anwesend.

Für die Delegierten war es glaubensstärkend zu sehen, wie entschlossen ihre russischen Glaubensbrüder sind, treu zu bleiben. Und sie freuten sich über das wirkungsvolle Zeugnis, das den Regierungsbeamten gegeben werden konnte.

Medienkontakt:

David A. Semonian, Office of Public Information, Telefon +1-845-524-3000