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Jehovas Zeugen

Deutsch

9. OKTOBER 2013
DEUTSCHLAND

Denkmal für Holocaust-Überlebenden enthüllt

Denkmal für Holocaust-Überlebenden enthüllt

SELTERS (Deutschland): Am 21. Juni 2013 wurde in Lautertal-Reichenbach ein Denkmal zu Ehren des verstorbenen Zeugen Jehovas Max Liebster offiziell eingeweiht. Er verbrachte über fünf Jahre in NS-Konzentrationslagern. Der Bürgermeister und andere Vertreter der Stadt enthüllten das Denkmal bei einer Zeremonie, zu der sowohl Anwohner kamen als auch Liebsters Frau, Simone Liebster, die ebenfalls Zeuge Jehovas ist.

Max Liebster lebte während des NS-Regimes in Deutschland und wurde, weil er Jude war, 1939 von der Gestapo verhaftet. Er musste dann in fünf verschiedenen Konzentrationslagern Schreckliches durchmachen: Sachsenhausen, Neuengamme, Auschwitz, Buna und Buchenwald. Acht aus seiner Familie sind in KZs umgekommen — darunter auch sein Vater, dessen toten Körper er im KZ Sachsenhausen selbst ins Krematorium trug.

In den Konzentrationslagern lernte Max Liebster Zeugen Jehovas kennen, die dort auch gefangen gehalten wurden. Er schloss sich Jehovas Zeugen an und ließ sich, nachdem er 1945 freigekommen war, taufen. Gemäß einer der Bronzetafeln, die am Denkmal angebracht wurden, gewann Max Liebster aus seinem Glauben „Kraft und Überlebenswillen“. 2008 starb er im Alter von 93 Jahren.

In der Einladung zur Enthüllungsfeier war über Max Liebster zu lesen: „Er war der festen Überzeugung, dass christliche Werte jedem helfen können, das Gute zu fördern.“ Wolfram Slupina, ein Sprecher von Jehovas Zeugen in Deutschland, sagte dazu: „Viele unserer Glaubensbrüder sind trotz der religiösen Intoleranz, mit der man ihnen begegnete, für ihre Überzeugung eingetreten. Wir freuen uns, dass einer von ihnen heute für seinen Mut gewürdigt wird. Dieses Denkmal ist ein eindrucksvoller Beweis dafür, dass die biblische Botschaft des Friedens und der Einheit sehr machtvoll ist. An dieser Botschaft halten Jehovas Zeugen mit aller Kraft treu fest.“

Medienkontakt:

International: J. R. Brown, Office of Public Information, Telefon +1 718 560 5000

Deutschland: Wolfram Slupina, Telefon +49 6483 41 3110